Spurensuche jüdischen Lebens

Smac Wie Schüler mit einem Koffer auf eine Reise durch die Geschichte gehen

Das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (smac) schickt Schüler der Klassen 9 bis 12 ab sofort auf Spurensuche durch die Stadt. Mithilfe des eigens für Chemnitz entwickelten Museumskoffers können sich die Jugendlichen mit dem jüdischen Bürgertum und dessen einstiger Präsenz in der Stadt auseinandersetzen. "Mit diesem fächerübergreifenden Angebot betreten wir Neuland", sagt Museumspädagoge Peter Degenkolb, der mit mehreren Fachleuten den Koffer realisierte. "Das Gesamtprojekt 'Museumskoffer' setzt sich aus den Komponenten Unterricht, Spurensuche in der Stadt Chemnitz und dem Ausstellungsbesuch im smac zusammen. Dabei setzen sich die Schüler tiefgreifend mit dem jüdischen Leben zwischen 1871 und 1938 auseinander. Sie lernen den Anteil jüdischer Bürger am Werden und Wachsen der Stadt kennen und finden heraus, ob und wie sich jüdische Bürger in das Wirtschafts- und Bildungsbürgertum der Stadt integrierten", erklärt Degenkolb. Im Museumskoffer, der gegen eine Ausleihgebühr im Museum abgeholt werden kann, finden Lehrer und Schüler vorbereitendes und begleitendes Unterrichtsmaterial wie Literatur, Videos, Fotos und Stadtpläne. Damit führen sie auch das Stadtspiel "Spurensuche jüdischen Lebens" durch, das zu historischen Orten in Chemnitz führt. Wunschtermine werden per E-Mail unter buchung@smac.sachsen.de entgegen genommen. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter 0371/91199970 und-71.