Stadion: Stadt nimmt Kredit selbst auf

Projekt Räte sollen Haushaltsnachtrag beschließen

Um den Bau des neuen CFC-Stadions auf den Weg zu bringen, soll der Stadtrat im November eine Nachtragssatzung für das laufende Haushaltsjahr beschließen. "Da wir die Arena als Stadt selbst bauen müssen, steigen die Verpflichtigungsermächtigungen von 27,7 auf 52,7 Millionen Euro", sagte Kämmerer Berthold Brehm gestern. Der Anstieg entspricht der maximalen Bausumme von 25 Millionen Euro - im kommenden Jahr soll dafür ein Kredit von zehn Millionen Euro, 2014 ein weiterer in Höhe der übrigen 15 Millionen Euro aufgenommen werden. "Wenn der Stadtrat zustimmt, dann dürfte der Nachtrag um die Weihnachtszeit herum Rechtskraft erhalten", so Brehm. Ursprünglich hatte das Wohnungsunternehmen GGG den Bau inklusive Kreditaufnahme für die Stadt stemmen sollen. Das scheiterte jedoch am Veto der Landesdirektion, die das Vertragskonstrukt als juristisch unzulässig bewertete. Das Ausscheiden der GGG aus dem Bauprozess erfordert indes einen neuen Grundsatzbeschluss, über den die Stadträte ebenfalls im November entscheiden sollen. Laut Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig verschiebt sich der Baustart damit "um drei bis vier Monate". Baubeginn wäre damit frühestens im Mai. Zugleich zeigte sich die 50-Jährige gestern allerdings optimistisch, dass der CFC eine erneute Ausnahmeregelung des Deutschen Fußball-Bundes für die kommende Saison erhalte.

Extra für die Errichtung sollen überdies im Baudezernat zwei neue, bis Ende 2015 befristete, Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Kapazitäten seien dort infolge des Neubaus der Körperbehindertenschule sowie der Umsetzung des kürzlich verabschiedeten Schulhaus-Förderprogramms fast ausgeschöpft