Stadt kämpft sich nach oben

Vergleich Chemnitz verbessert sich im aktuellen Städteranking

Auf Platz 42 rangierte Chemnitz im Jahr 2005, als die Zeitschrift Wirtschaftswoche erstmals ein Städteranking über den Wohlstand von 50 deutschen Großstädten veröffentlichte. Im aktuellen Ranking 2012, das jüngst erschien, hat sich die Stadt inzwischen auf Rang 34 vorgekämpft - drei Plätze besser als im Vorjahr. Dabei punktet die Stadt, wie die Chemnitzer Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft (CWE) bekannt gab, vor allem mit überdurchschnittlich hoher Beschäftigung von Frauen und älteren Arbeitnehmern: Fast 55 Prozent aller Frauen zwischen 15 und 64 Jahren haben in Chemnitz einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz - der zweitbeste Wert bundesweit. Bei den älteren Menschen zwischen 55 und 64 Jahren haben 46 Prozent eine Arbeit - Rang drei bundesweit.

Was der Stadt auf der einen Seite zum Vorteil gereicht, wird andererseits aber zum Nachteil. Vor allem die demografische Entwicklung verhindert, dass Chemnitz eine noch bessere Platzierung erreicht: Den letzten Platz belegt Chemnitz in der Kategorie Altersquotient.

Dies spiegelt sich auch im Dynamik-Ranking, der zweiten Auswertung, die die Wirtschaftswoche vornimmt: Hier werden die Ergebnisse der vergangenen fünf Jahre zusammengefasst - auch dabei hat Chemnitz die ungünstigste Verteilung aller 50 Großstädte. Dennoch gehört die Stadt weiter zu den dynamischsten: Im Dynamik-Ranking belegt Chemnitz Platz elf, allerdings einen Platz schlechter als noch im Vorjahr. Dass die wirtschaftliche Dynamik weiter anhält, bestätigen die aktuellen Wirtschaftszahlen, die die CWE am Samstag veröffentlichte: Hier nähere sich Chemnitz den Zahlen von 2011 und die Unternehmen stellen neue Mitarbeiter ein: "Die stetige Steigerung der Beschäftigtenzahlen verdeutlicht, dass die Chemnitzer Unternehmen weiterhin vorsichtig optimistisch in die Zukunft schauen", so Wirtschaftsförderer Ulrich Geissler.