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Stadt macht klar: Wasserentnahme aus Gewässern derzeit verboten!

Witterung Trockenfallen gefährdet Gewässerökologie

Die Chemnitzer Stadtverwaltung hat in dieser Woche ein Schöpfverbot an Chemnitzer Gewässern erlassen. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit sind die Wasserstände in derzeitig sehr niedrig.

Auch kein Schöpfen mit Handgefäßen erlaubt

Ein vollständiges Trockenfallen gefährde wasserabhängige Pflanzen und Tiere, so die Stadtverwaltung. "Der Sauerstoffgehalt des Wassers sinkt, womit die Selbstreinigungskraft der Gewässer gemindert wird. Dadurch wachsen vermehrt Algen, Fische und Kleinstlebewesen sterben. Abpumpen oder Ableiten von Wasser aus den Bächen verschärft diese Situation." Und schon kommende Woche kratzt das Quecksilber im Thermometer wieder an der 30-Grad-Marke. In diesem Zusammenhang weist die Untere Wasserbehörde darauf hin, dass es generell untersagt ist, Wasser mittels Pumpvorrichtungen zu entnehmen und dies in jedem Fall einer Erlaubnis durch die Behörde bedarf.

Auch das im Regelfall zulässige Schöpfen mit Handgefäßen - sogenannter Gemeingebrauch - sollte unterbleiben. Hintergrund: Bei anhaltender Trockenheit und entsprechend niedrigen Wasserständen können bereits geringfügige Wasserentnahmen nachteilige Auswirkungen auf die Gewässerökologie haben. Die Wasserentnahme ist dann nicht mehr durch den Anlieger-, Eigentümer- und Gemeingebrauch gedeckt und somit unzulässig.

Gilt auch für private Eigentümer

Dies gelte auch für die Entnahme durch Eigentümer und Nutzer von Grundstücken an Bächen, Kleingärtner und Kleingartenvereine. Verstöße können Bußgelder zwischen 1.000 und 50.000 Euro nach sich ziehen. Mit der anhaltenden Trockenheit steigt übrigens auch die Waldbrandgefahr. In einigen teilen Sachsen wurde bereits die Warnstufe 5 ausgerufen.



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