Stadt sieht keinen Mangel

Wohnen Studie vermisst 36.700 Sozialwohnungen in Chemnitz

Eine Studie eines Hannoveraner Instituts sorgte in dieser Woche für Aufsehen: Demnach würden in Chemnitz 36.700 Sozialwohnungen benötigt: Chemnitz habe damit beim sozialen Wohnraum eines sehr hohen Bedarf, vermeldete die Studie, die von der Wohnungsbau Initiative - einem Zusammenschluss von Interessenvertretungen wie dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure oder dem deutschen Baustoff-Fachhandel - veröffentlicht wurde. Fehlende Sozialwohnungen in der Stadt träfen Geringverdiener, Alleinerzieher und Rentner, die keinen bezahlbaren Wohnraum fänden. Tatsächlich gibt es in der Stadt derzeit nach Angaben der Stadtverwaltung über 5.000 wohngeldberechtigte Haushalte und über 19.000 Haushalte, die nach dem Sozialgesetzbuch Unterkunftskosten erhalten. Demgegenüber stehen derzeit in der Stadt lediglich 290 Wohnungen mit sogenannten Belegungsrechten nach dem Gesetz über die soziale Wohnraumförderung zur Verfügung, von denen 237 bewohnt sind. Einen Mangel an bezahlbarem Wohnraum sieht die Verwaltung dennoch nicht: Mit der kommunalen Wohnungsgesellschaft GGG gäbe es einen Vertrag "zur Sicherung der bedarfsgerechten Bereitstellung ausreichend Wohnraums", so die Stadtverwaltung. Der Freistaat Sachsen überprüfe darüber hinaus derzeit seine Förderinstrumente im Wohnungsbau, Chemnitz sei dabei aktiv eingebunden. Ziel der Stadt sei "die Erhaltung und Weiterentwicklung sozial ausgewogener Wohnquartiere", auch mit geeigneten Fördermöglichkeiten.