Stadt-Symbol mit nassen Füßen

Entscheidung Rathaus wird ab dem kommenden Jahr trockengelegt

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Erst im vergangenen Jahr war anlässlich des 100. Geburtstages des Neuen Rathauses dessen Fassade in einem aufwändigen Prozess instand gesetzt worden. Nun ist der Keller dran. Am Mittwoch beschlossen die Chemnitzer Stadträte die Trockenlegung des Mauerwerkes, die für Bürgermeister Berthold Brehm eine absolute Notwendigkeit darstellt. "Es liegen sowohl am Alten als auch am Neuen Rathaus erhebliche Schäden durch eingedrungene Feuchtigkeit vor", so der Kämmerer. Ursache dafür seien Defekte an Lichtschächten und Entwässerungssystemen. Gut nachvollziehen kann die Probleme Dirk Gust, der Pächter des Ratskellers. "Die Mängel äußern sich durch Flecken an den Wänden und den Abfall von Putz", sagt der Gastronom. Besonders betroffen sei der dem Markt zugewandte Bereich des Restaurants. Einschränkungen im Tagesbetrieb habe es bislang zwar zum Glück noch nicht gegeben. "Aber trotzdem bin ich froh, dass die Stadträte diesem Vorhaben zugestimmt haben und die Trockenlegung jetzt in Angriff genommen wird", so Gust. Geplant ist dabei die Aufbringung einer neuen Vertikalabdichtung, die zu einem Sanierungserfolg zwischen 85 und 90 Prozent führen soll. "Um eine hundertprozentige Trockenlegung zu erreichen, müssten wir das Gebäude mit einer neuen Horizontalsperre absägen. Der dafür notwendige Aufwand ist allerdings zu hoch", so Brehm.