Stadthallenpark wird zur Haltestelle

Aktion Zwei ausgemusterte Tatra-Bahnen laden zu Begehungen und Gesprächen

Chemnitz. 

Chemnitz. Gut eine Stunde hat es gedauert. Dann war die ausgemusterte Tatra-Doppeltraktion, die zuvor an der Brückenstraße gegenüber vom Marx-Monument geparkt wurde, an ihrem neuen Bestimmungsort: Künftig soll sie als Begegnungsstätte im Stadthallenpark dienen und für Veranstaltungen bereitstehen.

Tatra-Doppeltraktion als Begegnungsstätte

Schienen vor dem Haupteingang der Stadthalle hatten den ein oder anderen Bürger bereits in der letzten Woche stutzig gemacht. Nun ist klar: Die zwei Tatra-Bahnen gehören zum Chemnitzer Parksommer und sollen in den nächsten Wochen vielfältig genutzt werden. "Neben der Kommunikation für die Kulturhauptstadt 2025 werden wir einen Wagon auch für ergänzende Veranstaltungen im Rahmen des Parksommers einbinden", sagt Ralf Schulze, Geschäftsführer der C3 Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH. Und Jens Meiwald, Vorstand der CVAG, ergänzt: "Straßenbahnen sind immer auch verbindende Elemente einer Stadtgesellschaft. Ganz in diesem Sinne wünsche ich, dass sie uns auf dem Bewerbungsweg zur Kulturhauptstadt erfolgreich begleiten."

Zukünftige Nutzung der Tatra-Bahnen

Nach der Nutzung als Begegnungsstätte soll die Tatra-Doppeltraktion vom Stadthallenpark aus an die Feuerwehr in Chemnitz übergeben und dort zu Übungszwecken genutzt werden. Außerdem ist eine weitere Tatra-Traktion für die Ausstellung im Straßenbahnmuseum vorgesehen. Vier Tatra-Bahnen sind derzeit auf dem Betriebshof abgestellt, davon drei in fahrbereitem Zustand. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen diese Fahrzeuge zu Arbeitswagen umgerüstet werden und so noch weiteren Nutzen stiften. Die übrigen sechs vorhandenen Tatra-Züge würden in naher Zukunft verkauft oder versteigert.

Besucher des Parksommers können natürlich auch einen Blick in die Bahnen werfen. Zum einen sind sie als Ausweichort bei Regen für Kinderveranstaltungen geplant, zum anderen soll die Bahn Lesungen, Kunstaktionen und Gespräche zum Thema Kulturhauptstadt ermöglichen.