Stahlträger sind bald eingebaut

Verkehr Arbeiten an Brücke am Dresdner Platz laufen schneller als geplant

Die Arbeiten an der neuen Straßenbrücke am Dresdner Platz laufen offenbar besser als erwartet. Wie Bauleiter Stefan Valentin gestern bestätigte, sind bereits etwa zwei Drittel der insgesamt 68 Fertigteile an Ort und Stelle verankert, die restlichen sollen bis Dezember folgen. Ursprünglich sollte die Mitte Oktober begonnene Hebung der Elemente auf die vorbereitete Konstruktion einen Zeitraum bis Ende Januar in Anspruch nehmen.

Die aus Beton und Stahl bestehenden Verbundfertigteile - jedes Exemplar wiegt ungefähr 20 Tonnen - werden aus Kostengründen direkt vor Ort hergestellt. Das geschieht in zwei sogenannten Feldfabriken, der Transport der Teile auf die vorgefertigte Stahlbetonwand erfolgt durch das abnehmbare Dach. "Diese Prozedur der Herstellung unmittelbar auf der Baustelle habe ich so auch nie erlebt. Die Baufirma hatte die Möglichkeit, das selbst zu entscheiden", so Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk.

Die Arbeiten laufen indes in, mit der Deutschen Bahn vereinbarten, sogenannten Sperrpausen, in denen keinerlei Züge unter der Baustelle hindurchfahren. Das ist in unregelmäßigen Abständen jeweils von Montag bis Mittwoch zwischen null und vier Uhr der Fall, bis zur Fertigstellung soll es noch zwei dieser Pausen geben. Leichter Frost soll die Arbeiten im Übrigen nicht negativ beeinflussen. "Bis etwa minus zehn Grad können wir problemlos bauen", so Bauleiter Valentin.

Bis der Verkehr erstmals über die Brücke rollt, wird allerdings noch etwas dauern. Die Freigabe ist im Sommer 2013 geplant. Dann sollen auch Behelfsbrücke und -fahrbahn demontiert werden. Der endgültige Abschluss der rund 25 Millionen Euro teuren Baumaßnahme ist für Ende 2013 vorgesehen.