Starkes Duo in Westsachsen unterwegs

Projekt Bernd Riedel und Christoph Kunze sichten Strecken für den Motorradsport

Sie gehören zum Motorsport - sie sind mit ihm ihr Leben lang verbunden. Die Rede ist vom Hohenstein-Ernstthaler Bernd Riedel (71), der als internationaler Automobil-Rennleiter tätig ist, und vom 62-jährigen Stollberger Christoph Kunze, der als Sportwart des internationalen Motorradsport-Verbandes (FIM) fungiert. Nun waren die beiden Haudegen in Westsachsen unterwegs, um Strecken zu suchen, und jetzt, um Spuren zu finden.

Als die Six Days gestartet wurden, hätten sie eigentlich ihre Arbeit schon im Wesentlichen getan, meinen beide und schmunzeln um die Wette. "Wir waren seit zwei Jahren im Auftrag des sächsischen ADAC unterwegs, damit die Fahrer dieser Welt gute Strecken vorfinden", erklärt Kunze und Riedel weiß, "dass in dieser Zeit eine Unmenge an Papier beschrieben worden ist."

Über 100 Aktenordner sprächen Bände zu Eigentums- und Genehmigungsverfahren, zur Zusammenarbeit mit den Kommunen, meinen beide. "Das waren im Landkreis Zwickau 14, aber im Wesentlichen in sehr ordentlicher, guter Zusammenarbeit gelöst worden", bestätigt Christoph Kunze.

Verantwortlich waren die beiden für den fünften Fahrtag im Raum Zwickau. Das hat für das rennsportverrückte Duo viel Zeit in Anspruch genommen, bis die endgültige Streckenführung in Ordnung war. Niedermülsen, Culitsch und Marienau sind schließlich als die Sonderprüfungen festgelegt worden. Einmal richtig zurücklehnen wollen sich beide aber erst, wenn alle Nacharbeiten erledigt und keine Spuren mehr in der Umwelt zu sehen sind. Zurzeit ist das Duo unterwegs, um Straßen und Wege auf Schäden zu kontrollieren, über die die rund 500 Fahrer in der Rennwoche gerauscht sind. "Auf der großen Ackerfläche in Marienau ist derzeit schon die neue Saat ausgebracht", sagt Riedel und beide bestätigen auch, dass es bisher keine großen Probleme gegeben habe.

Erfahrene Männer stehen zur Unterstützung an ihrer Seite wie unter anderem der Six-Days erfahrene Mike Heydenreich aus Marienberg und der Zschopauer Enduro Experte Klaus Wieland.

"Im wesentlichen haben wir offene Herzen und Ohren für unsere Belange des Sports gehabt. Und das stimmt uns zufrieden", meinen beide übereinstimmend.

Heydenreich hat vorab der Großveranstaltung mit dem Motorrad und einem Kamerahelm alle Streckenteile im sogenannten jungfräulichen Zustand gefilmt. Riedel und Kunze können diese Aufnahmen nunmehr mit dem Ist-Zustand nach den Six Days vergleichen.