Start der 29. Tage der jüdischen Kultur

Kultur Aktionstage laufen mit über 70 Veranstaltungen bis zum 15. März

Chemnitz. 

Chemnitz. Am kommenden Samstag beginnen die diesjährigen Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz. Die mittlerweile 29. Auflage stellt das Thema Antisemitismus in den Fokus. "Antisemiten brauchen keine Juden und keine Wissenschaft, um ihr Gift zu rechtfertigen, sie sind immun gegen Argumente und direkte Begegnungen. Ihre Vorstellungen suchen sich Begründungen - nicht umgekehrt", sagt Egmont Elschner, Vorsitzender des Vereins Tage der jüdischen Kultur in Chemnitz.

Während der Aktionstage, die von Samstag bis zum 15. März andauern, sollen verschiedene Erscheinungsformen des Antisemitismus untersucht und nach Ursachen gefragt werden. "Mit über 70 Veranstaltungen wollen wir wieder Lebensfreude, Lust auf Unbekanntes und Neues und Orientierungen anbieten", so Elschner weiter.

Offiziell eröffnet werden die 29. Tage der jüdischen Kultur am Samstag um 19.30 Uhr im Schauspielhaus. Gezeigt wird das Stück "Koyaanisqatsi", eine generationenübergreifende Produktion des Fritz Theaters. "Leben im Ungleichgewicht", was Koyaanisqatsi in der Sprache der Hopi Indianer bedeutet, war der erste Film einer Trilogie, der 1982 auf bildgewaltige Weise aufzeigt, wie sehr sich das Leben unserer Zivilisation von der Natur des Menschen entfernt zu haben scheint. Um 21 Uhr präsentiert dann die deutsch-luxemburgische Sängerin Adrienne Haan "Tehorah". Das ist Hebräisch und bedeutet "rein". Erklingen soll eine herzzerreißende, vielversprechende musikalische Geschichte über Krieg, Verlust, Hoffnung, Liebe und Vergebung.