Start-up startet in Indien durch

Wirtschaft Junges Unternehmen wird mit Gründer-Paket gefördert

Ganz gewöhnlich ist die Geschichte von Carsten Fuchs sicher nicht. Der 42-Jährige hat im April ein Unternehmen gegründet, beschäftigt inzwischen schon die ersten beiden Mitarbeiter und hat Kunden in Indien. Und da keine kleinen, sondern große Automobilhersteller. "Wir arbeiten in einer Nische", sagt Fuchs. Diese Nische hat er bei der Entwicklung von Automobil-Schaltungen entdeckt: Was dem Fahrer nur als Schalthebel locker in der Hand liegt, setzt ein komplexes System aus Schaltgabeln und Bowdenzügen, aus Schaltdorn und Schalthebel in Gang. "Wir verstehen es als unsere Aufgabe, diese Komponenten zu einem perfekten System zusammenzufügen." Und weil die großen Hersteller mittlerweile viel Wert auf den Schaltkomfort legen, hat Fuchs` Unternehmen auch gute Marktchancen - siehe Indien.

Beim Einstieg dort hat geholfen, dass Fuchs in seiner beruflichen Laufbahn zuletzt für einen sächsischen Automobilzulieferer ein Joint-Venture auf dem indischen Subkontinent aufgebaut hat. Und dass er mit der Best Group ein 600 Mitarbeiter starkes indisches Unternehmen als Teilhaber für seine Firma, die BEAS Technology GmbH, gewinnen konnte. In Deutschland gehören vor allem Zulieferer zu den ersten Kunden.

Aber auch die Chemnitzer Bedingungen kommen dem jungen Unternehmen entgegen, wie Fuchs erklärt: "Im Technologie Centrum haben wir einen idealen Standort gefunden - mit dreien der hier angesiedelten Unternehmen kooperieren wir bereits."

Um die Freude am Standort noch zu erhöhen, wurde BEAS vergangene Woche mit dem "Start-up-Paket für Unternehmensgründer" im Wert von etwa 2.000 Euro ausgezeichnet, das Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Technologie Centrum und Volksbank Chemnitz zwei Mal im Jahr vergeben.