Steuererklärung wird einfacher

Finanzen Finanzämter fordern Belege ab sofort nur noch bei Bedarf an

steuererklaerung-wird-einfacher
Der Aufwand bei der Steuererklärung soll künftig für Bürger reduziert werden. Foto: Pixelio

Bald ist es wieder so weit, die Einkommensteuererklärung steht an. Für die Steuererklärung 2017 verkündete Finanzminister Matthias Haß jüngst eine wichtige Neuerung: "Ab sofort wird die Abgabe deutlich leichter. Zur Steuererklärung ab 2017 sind keine Belege, wie beispielsweise Rechnungen, Spendenquittungen oder Steuerbescheinigungen, mehr einzureichen." Die Belege müssten zwar auch künftig sorgfältig aufbewahrt werden. Die Finanzämter fordern sie aber nur noch bei Bedarf an.

Ein Schritt in die richtige Richtung

Haß: "Mit dem Verzicht auf die Abgabe der Belege reduzieren wir den Aufwand für die Bürgerinnen und Bürger. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung." Bis Ende Februar übermitteln zum Beispiel Arbeitgeber, Rentenstelle oder Versicherungen die steuerlich relevanten Daten an die Finanzämter. Sobald alle Steuerdaten im Finanzamt vorliegen, könne die Bearbeitung der Steuererklärung auch ohne Belege beginnen. Die ersten Steuerbescheide würden dann im März versandt.

Einmalige Registrierung für den elektronischen Belegabruf

Die im Finanzamt vorhandenen Steuerdaten können die sächsischen Bürger auch selbst nutzen: Mit dem elektronischen Belegabruf, einer vorausgefüllten Steuererklärung, lassen sich die Daten per Mausklick direkt übernehmen. Dafür ist eine einmalige Registrierung erforderlich. Jeder Nutzer erhält dann über "Mein ELSTER" auf der Online-Plattform www.elster.de einen kostenlosen Zugang zum Finanzamt.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Fristverlängerung für die Abgabe der Steuererklärung um zwei Monate. Davon profitieren alle, die ihre Einkommensteuererklärung bei "Mein ELSTER" oder mit elektronischem Zertifikat abgeben. Wer diese Möglichkeit nutzt, hat bis 31. Juli Zeit. Sofern die Steuererklärung durch einen Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein erstellt wird, endet die Frist erst am 31. Dezember.?Allgemeine Fragen werden am Info-Telefon unter der Rufnummer 0351/79997888 beantwortet. Die Fachleute sind von Montag bis Donnerstag von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr erreichbar