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Stilvoll restauriert: Alte Mühle erstrahlt in neuem Glanz

Sanierung Förderverein hat historische Technik in der Schmidt-Rottluff-Mühle wiederbelebt

Wo der weltbekannte Expressionist Karl Schmidt-Rottluff einst seine Kindheit und Jugend verbrachte, erstrahlt nun die historische Technik in neuem Glanz. Die Rede ist von der Schmidt-Rottluff-Mühle in Chemnitz-Rottluff, die seit 1976 leer stand. Nach der Wende wurde das Gebäude von der Stadt Chemnitz äußerlich saniert. Seit 2015 kümmert sich der Förderverein Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz e.V. um die Wiederbelebung, die durch Spenden sowie mit Denkmal-Mitteln des Bundes, des Landes Sachsen und der Stadt unterstützt wird. Instandgesetzt, gesäubert und saniert wurden in den vergangenen zwei Jahren auf drei Etagen unter anderem vier Walzenstühle, Mahlsteine, Transmissionen und die dazu gehörenden Antriebe sowie eine Kraftfutterquetsche. Insgesamt wurden dafür rund 130.000 Euro ausgegeben. Die Mühlentechnik soll dazu dienen, das Lebensumfeld des jungen Karl Schmidt zu veranschaulichen. Ein Mahlbetrieb sei jedoch nicht geplant. Zugleich laufen in dem Gebäude weitere Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten. Das betrifft den ehemaligen Wohnbereich der Familie Schmidt. "Unser Ziel ist es, das Elternhaus von Karl Schmidt-Rottluff in Kombination mit dem benachbarten Landhaus - dieses wurde vom Vater 1913 nach dem Verkauf der Mühle errichtet - als multikulturelle und internationale Veranstaltungs- und Begegnungsstätte für die Bewerbung von Chemnitz als Kulturhauptstadt zu installieren", so die Vereinsmitglieder.

Der Mühlenstandort ist urkundlich seit 1548 belegbar. 1892 vernichtete ein Brand die alte Mühle. Bis 1894 erfolgte der Neuaufbau der heute nocherhaltenen Gebäude. Zu DDR-Zeiten war die Mühle bis 1976 ein "Mischfutterwerk".