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Stolpersteine zur Erinnerung

Gedenken Aktion soll an NS-Opfer erinnern

176 Mal wurden sie in Chemnitz bereits verlegt. Am heutigen Donnerstag kommen 19 weitere hinzu. Die Rede ist von sogenannten Stolpersteinen, die seit mehr als 26 Jahren in ganz Europa an Menschen erinnern, die den Gräueltaten der Nationalsozialisten ausgesetzt waren. In Chemnitz verlegt der Kölner Künstler Gunter Demnig, Initiator der Aktion, seit 2007 die mahnenden Steine. Aus Anlass der Verlegung neuer Stolpersteine reisen nationale und internationale Gäste als Stolperstein-Paten nach Chemnitz.

Zur Auftaktveranstaltung 9 Uhr an der Agricolastraße 15 werden Bürgermeister Miko Runkel, die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Chemnitz, Ruth Röcher, sowie Stephan Pfalzer als Pate erwartet. Mit einem Stolperstein an der Agricolastraße wird dem Rabbiner und Historiker Dr. Hugo Fuchs gedacht.

Er war von 1907 bis 1939 der geistige Führer der Jüdischen Gemeinde in Chemnitz. Am Nachmittag des 9. November 1938 wurden er und weitere namhafte Vertreter der Chemnitzer Judenheit verhaftet. Die SA brachte den Rabbiner und seine Schicksalsgefährten mit einem Lastwagen zum Stephanplatz, wo die Synagoge bereits in Flammen stand. Sie wurden gezwungen, "der Vernichtung ihres Gotteshauses" zuzusehen.

Hugo Fuchs konnte nach Argentinien auswandern, wo er nach längerer Krankheit 1949 in einem Altersheim in der Nähe von Buenos Aires verstarb. Weitere Stolpersteine werden unter anderem auf dem Sonnenberg, an der Beckerstraße, der Zschpauer Straße sowie im Zentrum an der Karl-Immermann-Straße und Am Rathaus gesetzt.



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