Straßen sollen weiblicher werden

Antrag Straßen sollen öfter nach Frauen benannt werden

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Foto: bl

Fast einhundert Jahre ist es her, dass Frauen erstmals bei einer Wahl der Deutschen Nationalversammlung teilnahmen und somit einen großen Schritt in Richtung Gleichberechtigung taten. Eine tatsächliche Gleichberechtigung steht allerdings noch bis heute aus.

Aus Anlass des Frauentages am 8. März wurde ein Beschlussantrag der Fraktionen der Linken, SPD und Bündnis 90/Die Grünen eingereicht. Dieser Antrag besagt, dass bei Straßennamen, die neu zu vergeben sind oder die umbenannt werden sollen, vordringlich Frauen zu beachten sind. Der Antrag ist Teil eines Gleichstellungsaktionsplans der Stadt Chemnitz. Chemnitzerinnen und Chemnitzer sind vor allem angehalten selbst Ideen einzubringen. Zusätzliche Kosten für die Einwohner fallen nicht an. Der Antrag möchte die Leistung von Frauen in den Fokus nehmen und sie dabei wertschätzen.

Grund für den Antrag ist unter anderem ein Beispiel aus vergangenen Jahren. Hier ging es um die Benennung der Hegelstraße. Begründet wurde diese Entscheidung mit den Namen der umliegenden Straßen, die Philosophen wie Kant oder Fichte ehren. In der Umgebung liegt allerdings eine weitere Straße, die nach dem Pädagogen Fröbel benannt ist. Hedwig Burgheim, ebenfalls aus dem Metier der Pädagogik, wäre ebenfalls eine würdige Namensgeberin gewesen.