Straßenkernnetz erweitert

Verkehr Fraunhofer Straße freigegeben

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Diese Woche wurde die Fraunhofer Straße zwischen Reichenhainer Straße und Werner-Seelenbinder-Straße freigegeben. Foto: Toni Söll

Nach 20 Monaten Bauzeit und Gesamtbaukosten von rund 4,5 Millionen Euro gab Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig diese Woche die Fraunhofer Straße zwischen Technologie Campus und Werner-Seelenbinder-Straße für den Verkehr frei. Die neue Straße übernimmt als Bestandteil des Straßenkernnetzes die Verbindungsfunktionen der Reichenhainer Straße, die damit vom Kfz-Verkehr entlastet wird. Die Entlastung sei eine wesentliche Grundlage für die Umsetzung und den Betrieb des Chemnitzer Modells in der Reichenhainer Straße und die Platzgestaltung am Campus.

Mit dem 1,2 Kilometer langen Abschnitt wurde zugleich eine direkte Verbindung zum Südring und damit auch zur Autobahn A72 geschaffen. Für die Anwohner der Stadtteile Reichenhain, Bernsdorf und des Reitbahnviertels soll die neue Trasse laut Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk der kürzeste Anschluss an die Autobahn sein.

Künftig sollen bis zu 12.000 Fahrzeuge hier fahren

Einziger Wermutstropfen: Die Bauarbeiten am Südbahnhof verzögern sich, weshalb Autofahrer aus Richtung Zentrum bislang nur über Umleitungen nach Bernsdorf und auf die Fraunhofer Straße gelangen. "In zwei bis drei Wochen sind die Arbeiten am Kreisverkehr am Südbahnhof abgeschlossen", so Baubürgermeister Michael Stötzer.

Dann sollen künftig bis zu 12.000 Fahrzeuge die Fraunhofer Straße nutzen, denn der Straßenneubau erschließt auch die Flächen des Technologie Campus. Dieser soll um ein etwa 22 Hektar großes Areal erweitert werden und für technologieorientierte Unternehmen, die TU Chemnitz und andere Forschungseinrichtungen gut erschlossene Ansiedlungsflächen zur Verfügung stellen. Die neue Straße wurde in Gesamtbreiten zwischen 16 und 20 Meter hergestellt und mit 85 Prozent von Bund und Land gefördert.