Stuttgarter siegt in Einsiedel

Radsport 39. Erzgebirgsrundfahrt fand am Sonntag statt

stuttgarter-siegt-in-einsiedel
Am Anstieg in Eibenberg waren die Fahrer besonders gefordert. Foto: Knut Berger

Einsiedel. Die 39. Auflage der Erzgebirgsrundfahrt hat am Sonntag Mario Vogt aus Stuttgart gewonnen. Er setzte sich über 164 Kilometer mit einigen Sekunden Vorsprung vor Jan Tschernoster (Team Heizomat/rad.net) sowie Simon Laib vom RSC Schönaich durch. Am Start waren 132 Fahrer aus ganz Deutschland.

"Die Runde war ganz schön sportlich", sagte der 26-jährige Sieger, der in Asien für ein kleines malaysisches Profiteam fährt, dort derzeit eine Wettkampfpause hat und deshalb in Einsiedel in eigener Regie an den Start ging. In diesem Jahr ging es beim Rad- Klassiker nicht wie gewohnt durch die vielen erzgebirgischen Dörfer und Städte, da zahlreiche Straßenbaumaßnahmen den Kurs für das Peloton unbefahrbar machten. Deshalb wurde auf einer rund 13 Kilometer langen Schleife über Dittersdorf, Kemtau und Eibenberg mit Start und Ziel vor dem Einsiedler Brauhaus gefahren, der 13 mal bewältigt werden musste.

Anstieg in Eibenberg steht im Fokus

Das Wetter zeigte sich während des gesamten Rennens buchstäblich von seiner sonnigen Seite, bei sommerlichen Temperaturen rollten die Pedaleure über die Straßen. Als Publikumsmagnet erwies sich der Anstieg zur Eibenberger Kuppe. Dort mussten die Renner einen reichlichen Kilometer bergauf klettern, die Fans honorierten die Anstrengungen mit viel Applaus. Und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Eibenberg sorgten mit ihrem Grill und Bierwagen dafür, dass die Verpflegung funktionierte.

Lokalmatador beißt sich durch

Mit Immanuel Stark stand auch ein Radsportler aus der Region im Fokus. Am Samstag wurde er in Langenweißbach Deutscher Bergmeister, am Sonntag schob der ehemalige Mountain-Biker sein Rad in Einsiedel an den Start. "Es war eine definitiv harte Angelegenheit", gab der 23-Jährige, der aus Brünlos stammt und jetzt in Annaberg -Buchholz wohnt, unumwunden zu. Für einen Platz unter den allerbesten Fahrern reichte es jedoch nicht. "Auf Immanuel ist nach dem Sieg am Samstag sehr viel eingestürmt, schließlich war es sein bisher größter Erfolg. Das muss der Junge erst einmal verkraften. da langt nicht nur eine Nacht. Doch er hat es auch in Einsiedel richtig gut gemacht und sich durchgebissen", sagte sein Teamchef Lars Wackernagel.

Roland Kaiser wird verabschiedet

Emotionale Momente gab es dann unmittelbar nach der Siegerehrung zu erleben. Denn für Roland Kaiser, der die Erzgebirgsrundfahrt seit Jahrzehnten organisierte, war es das letzte Rennen als Hauptverantwortlicher. Er gab nach der Siegerehrung den Staffelstab offiziell an Harald Janschewski weiter. Toursprecher Reiner Rechenberger würdigte mit seine Worten noch einmal die Verdienste von Kaiser, der auch den Grundstein dafür legte, dass es im kommenden Jahr die 40. Auflage der Erzgebirgsrundfahrt geben wird.