Suchtpräventionsprojekt: Hoffnung nach überraschendem Aus

Projekt"Vitamine" soll fortgeführt werden

Ende Juli wurde bekannt, dass das erfolgreiche Suchtpräventionsprojekt namens "Vitamine", das die Stadtmission leitete, eingestellt wird. Die Nachricht kam völlig überraschend - erst Anfang des Jahres wurde das erfolgreiche Projekt für den diesjährigen Bundeswettbewerb Kommunale Suchtprävention vorgeschlagen. Unter anderem zeigte sich Christin Furtenbacher, Stadträtin von Bündnis 90/ Grüne, fassungslos und enttäuscht über die Nachricht, besonders im Hinblick auf die aktuelle Drogenproblematik an den hiesigen Schulen.

Wichtiges Anliegen der Stadt Chemnitz

Die Stadt Chemnitz wird die Regionale Fachstelle für Suchtprävention und das Vitamine-Programm für Schulen im nächsten Jahr in andere Trägerschaft weiterführen, heißt es jetzt in einer gemeinsamen Presseerklärung von Stadtmission und Stadtverwaltung. Die Etablierung des neuen Angebotes erfolge durch ein entsprechendes Interessenbekundungsverfahren, ein Projektbeginn könne frühestens am 1. März 2021 erfolgen. "Die Suchtprävention ist ein wichtiges Anliegen der Stadt Chemnitz. Besonders für Jugendliche ist es wichtig, zu lernen, einen gesunden und angemessenen Umgang mit den Anforderungen des Alltags zu entwickeln. Das wird auch mit guter Suchtprävention erreicht", sagt Bürgermeister Ralph Burghart. Die Direktorin der Stadtmission Chemnitz, Karla McCabe, ergänzt: "Wir konzentrieren uns in Zukunft auf die Suchthilfeangebote, die uns vor dem Hintergrund unseres trotz Corona hohen Eigenmitteleinsatzes und angesichts der städtischen Budgets die faire Vergütung unserer Mitarbeitenden ermöglichen."