Talsperre Einsiedel wieder in Betrieb

Projekt Baumaßnahmen abgeschlossen

Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Talsperre Einsiedel letzte Woche wieder in das System für Wasserversorgung der Stadt Chemnitz und Umgebung eingebunden. Bereits Mitte Dezember 2018 wurde planmäßig damit begonnen, Wasser in die Talsperre einzuleiten. Mittlerweile sei der Vollstau erreicht, informiert die Landestalsperrenverwaltung.

Rückblick:

Seit Juni 2017 wurden die teilweise mehr als 100 Jahre alten Armaturen im Wasserentnahmeschacht umfangreich instand gesetzt. Gleichzeitig wurden etwa 18.000 Tonnen Sedimente aus dem Stauraum beräumt und entsorgt. Im Vorfeld der Arbeiten musste dafür eine Rohrleitung insbesondere zur bauzeitlichen Wasserhaltung der Talsperre verlegt werden.

Die Versorgung des Wasserwerkes Einsiedel konnte, trotz großer Trockenheit 2018, aus dem Talsperrenverbundsystem "Mittleres Erzgebirge", zu dem die Trinkwassertalsperren Saidenbach, Neunzehnhain I und Neunzehnhain II gehören, unterbrechungsfrei abgesichert werden. Die Baumaßnahmen wurden vom Bund und dem Land Sachsen mit 2,9 Millionen Euro finanziert.

Die Ingenieurplanung wurde bereits 1900 auf der Weltausstellung ausgezeichnet

Die Trinkwassertalsperre Einsiedel wurde zwischen 1891 und 1894 gebaut und zählt damit zu den ältesten in Deutschland. Wenige Jahre nach ihrer Fertigstellung wurde sie mit den anschließend errichteten Talsperren Neunzehnhain I und Neunzehnhain II zu einem Verbundsystem zusammengeschlossen. Die Ingenieurplanungen für dieses System wurden auf der Weltausstellung in Paris im Jahr 1900 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Als Erweiterung kam 1933 die Talsperre Saidenbach hinzu.