Tausende Besucher strömen zur Museumsnacht

Museumsnacht 30 Einrichtungen lockten mit Kunst, Musik und Natur

Knapp 30 Museen und Galerien lockten am Samstag zahlreiche große und kleine Besucher zur diesjährigen Chemnitzer Museumsnacht der Moderne. Krabbeltiere aus der Nähe konnten zum Beispiel im Insektarium des Naturkundemuseums beobachtet werden. Mitarbeiter gaben Informationen zu Spinnen, Bienen und Co. und auch die Möglichkeit, mit dem einen oder anderen Insekt auf Tuchfühlung zu gehen. Berühren konnte man unter anderem eine Fauchschabe, die ihrem Namen alle Ehre machte und Fauchgeräusche von sich gab. Genauer hinsehen musste der ein oder andere an einem Gestrüpp, um dort Stabschrecken zu entdecken - sie erinnern in Form und Farbe an trockene Zweige oder Blätter.

Fasziniert von den ungewöhnliche Insekten war am Samstag zum Beispiel die Chemnitzer Künstlerin Dagmar Ranft-Schinke. Sie stattete dem Insektarium auch deshalb einen Besuch ab, um der Einrichtung zwei selbst gemalte Bilder zu schenken - zum 40. Jahrestag des Insektariums. Die einzige Ausstellung in Deutschland, die in acht Sprachen über die Krabbeltiere informiert, feiert am 15. Juni ein Geburtstagsfest mit einem Familiennachmittag.

Pantomime, Musik, Gesang und Tanz

Neben Kreativangeboten in der Museumspädagogik soll es an diesem Tag Kinderschminken sowie Insekten hautnah zu erleben geben. Und von 14 bis 16 Uhr dreht sich dann alles um die Bienen: Imkerin Heike Janthur hält einen Vortrag über sie und wird anschließend alle Fragen großer und kleiner Gäste beantworten.

Nicht nur in sondern auch vor den Museen bekamen die Besucher am Samstag Straßenkunst zu sehen. Mitglieder aus den Kulturprojekten "Fünf Minuten" und "Traumtänzer" zeigten in einem Mix aus Pantomimenspiel, Musik und Gesang sowie Tanz, dass fünf kurze Minuten des Verweilens, Innehaltens und Staunens wahre Wunder bewirken können. Die Mikroprojekte im Rahmen der Bewerbung zur Kulturhauptstadt wollen Straßenkunst für alle zugänglich machen, sei es aktiv zum mitmachen oder passiv zum Zuschauen.