Theater der 10.000 für eine lebenswerte Zukunft

Unicef Deutschlandweit ein Zeichen für Veränderung setzen

Das gab es noch nie. Je 100 Menschen in 100 verschiedenen Städten in Deutschland waren heute Teil eines von Unicef ins Leben gerufenen Projektes - dem Theater der 10.000. Wie Blick bereits berichtete, soll mit der Veranstaltung ein Zeichen für Veränderung gesetzt werden. Um für diesen Grund einzutreten, ließen sich die Chemnitzer Teilnehmer am Karl-Marx-Monument auch von einem grauen Himmel und Regen nicht abschrecken und starteten gemeinsam um genau 12.19 Uhr ihre Performance.

Hauptaussage: Es ist nicht zu spät!

Für Außenstehende blieb die Geschichte, zu der sich die Menschen aller Altersklassen bewegten, zunächst einmal verborgen. Die Regieanweisungen erfolgen via Internet über Kopfhörer, wodurch nicht nur die Teilnehmer in Chemnitz, sondern auch die aller anderen 99 Städte, dasselbe vorführten. Auf der Fläche neben dem Karl-Marx-Kopf bewegten sich die Beteiligten unter anderem in Zeitlupe aufeinander zu, rissen die Arme in Luft oder verbeugten sich.

Nach der Veranstaltung wurde aufgeklärt, dass das Theater der 10.000 eine Zeitreise dargestellt hat, deren Hauptaussage sehr deutlich ausfällt: Auch wenn die Welt von Kriegen und Krisen gebeutelt wird, ist es noch nicht zu spät, etwas zu ändern und um gemeinsam eine lebenswerte Zukunft zu gestalten.

10.000 können viel bewegen

Auch wenn die 100 mit circa 70 Teilnehmern in Chemnitz nicht ganz geknackt wurde, zeigten sich die Veranstalter und die Anwesenden mit den Kopfhörern zufrieden. Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig war ebenfalls vor Ort, um sich einen Eindruck von der Veranstaltung zu verschaffen. Sie lobte den Einsatz aller Beteiligten, sich für den Erhalt unseres Planeten einzusetzen und wendete sich auch an die jüngeren Teilnehmer: "An 100 Orten gleichzeitig zu zeigen, dass wenn 100 an einem Ort sich mit anderen 100 an anderen Orten verbinden, dass das dann schon 10.000 sein können. Und dann kann man das weiter denken und dann wisst ihr, welche Macht ihr habt, wenn ihr euch dessen bewusst seid."

Nach den negativ behafteten Bildern, die von Chemnitz und dem Karl-Marx-Kopf um die Welt gingen, hebt Ludwig ebenfalls die Wahl des Ortes positiv hervor: "Aktionen hier zu machen, sich für etwas anderes einzusetzen, ist genau das, was am stärksten wirkt." Mit dem Theater der 10.000 hat Unicef die bisher größte deutschlandweite Theateraktion durchgeführt, mit der aktiv zum Dialog und zum Mitgestalten der Gesellschaft aufgerufen wird.