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Tierpark: Zwergseidenäffchen-Paar hat Nachwuchs bekommen

Tierpark Sie gehören zu der Liste der gefährdeten Tierarten

Im Krallenaffenhaus des Chemnitzer Tierparks hat es Anfang Januar den ersten Nachwuchs gegeben. Das seit Juni letzten Jahres zusammenlebende Zwergseidenäffchen-Paar hat zum ersten Mal Jungtiere bekommen, und das gleich in doppelter Ausführung.

Die Jungtiere kommen mit etwa 15 Gramm zur Welt, erwachsene Zwergseidenäffchen wiegen zwischen 85 bis 140 Gramm. Die Kopf-Rumpf-Länge beträgt (ohne Schwanz) nur ca. 15 Zentimeter. Sie sind die kleinsten Vertreter der Affen. Unterboten werden sie nur noch von den Mausmakis, die allerdings zu den sogenannten Halbaffen zählen.

Das Sozialleben der Zwergseidenäffchen

Zwergseidenäffchen sind soziale Tiere, die in Gruppen von bis zu zehn Tieren zusammenleben können. Die Gruppe besteht meist aus einem erwachsenen dominanten Weibchen, das die Gruppe anführt, ein bis zwei erwachsenen Männchen sowie den Nachkommen verschiedenen Alters. Solange diese noch zusammen mit den Eltern leben, ist ihre eigene Fortpflanzung unterdrückt.

Die Familiengruppen bewohnen feste Gebiete in den unteren und mittleren Baumschichten. Nach einer Tragzeit von ca. 140 Tagen kommen zumeist Zwillinge zur Welt. Der Nachwuchs klammert sich sofort nach der Geburt an das Fell der Eltern und lässt sich sicher durch das Geäst tragen. Bei der Betreuung der Jungtiere wechseln sich Mutter und Vater, oft auch andere Familienmitglieder, untereinander ab.

Mutter "Bonnie" hat schon mehrfach im Chemnitzer Tierpark für Nachwuchs gesorgt, für Vater "Fernando" ist es das erste Mal.

Bedrohte Tierart

Die Bestände der Zwergseidenäffchen nehmen als Folge von Lebensraumverlust und Bejagung deutlich ab. Seit 2020 werden sie deshalb auf der Roten Liste gefährdeter Tierarten der IUCN als gefährdet eingestuft. Umso wichtiger ist das erfolgreiche und koordinierte Nachzüchten von solch bedrohten Tierarten. Im Tierpark Chemnitz wird diese Art schon viele Jahre erfolgreich gehalten und gezüchtet.