Töpfern wie im Mittelalter

Als Ferienkinder gestern im Schloßbergmuseum schwere Tonklumpen zu Keramik-Kunstwerken formten, stand eine Frage im Raum: Worin unterscheidet sich das mittelalterliche Handwerk eigentlich vom heutigen? "Bei der Verarbeitung gibt es kaum Unterschiede, nur der Verwendungszweck hat sich geändert", klärte Volontärin Antonia Krüger auf. "Heute dienen die Gefäße als Dekorationsobjekte, früher hat man darin das Essen zubereitet. Mitunter wurden Möhren solange gekocht, bis sie als Mus gelöffelt werden konnten." Daher leite sich auch der heutige Begriff "Gemüse" ab. Nach dem Ausflug in die Sprachgeschichte gingen die Hortkinder der Schloßschule beherzt zur Sache: Es wurde gedrückt, geknetet, geformt und verziert. Andere Ferienkinder nutzen die freie Zeit, um sich akribisch auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten. Mehr auf Seite 3. rih