Top! CFC knackt 450.000 Euro-Marke vorzeitig

FUSSBALL Das Geld ist zwar da, doch der Insolvenzplan noch nicht in Sicht

Chemnitz. 

Chemnitz. Der Chemnitzer FC hat eher als die gedacht die anvisierten 450.000,- Euro, welche möglicherweise zur Beendigung des Insolvenzverfahrens reichen könnte, nachweisen können. Romy Polster, Vorstandsvorsitzende des Chemnitzer FC e.V. , bedankt sich für die Wertschätzung und den Zusammenhalt in den vergangenen Wochen und postuliert zudem offensiv: "Kein Euro auf dem Treuhandkonto geht verloren, sondern wird für die Beendigung der Insolvenz genutzt und ausschließlich dem Verein und unserem Nachwuchsleistungszentrum zugutekommen."

Durch die aktuell noch laufenden Aktionen, unter anderem die Versteigerungen der 40 handsignierten Original-Trikots von Michael Ballack steht noch aus, werden in den nächsten Tagen weitere Spenden beim CFC eintrudeln.

Neuer Insolvenzplan in Bearbeitung?!

Fest steht: Insolvenzverwalter Klaus Siemon wird keinen neuen Insolvenzplan einreichen, sondern nur einen Schlussbericht - und das noch in dieser Woche - beim Amtsgericht abgeben. Weiterhin verweist der Insolvenzverwalter darauf, dass sich die 450.000,- Euro zwar aus Masseverbindlichkeiten, Verfahrenskosten und Gläubigerquote zusammensetzen, allerdings dies kein abschließender Wert darstellt. Auf den CFC kommen aller Wahrscheinlichkeit weitere Kosten hinzu.

Romy Polster kontert diesbezüglich und bringt Matthias Lechleitner als neuen Insolvenzanwalt ins Spiel, mit dem es entsprechende Vorgespräche bereits gegeben habe. Er soll in den nächsten vier bis sechs Wochen ein Insolvenzplan erstellen und beim Amtsgericht einreichen. Die anschließende Prüfung dieses dauert bis zu drei Monate. Danach findet die Gläubigerversammlung statt, auf der das Insolvenzverfahren des Chemnitzer FC e.V. endgültig beendet werden könnte, allerdings nicht zwangsläufig muss.