Torschütze, Pasta-Experte und Schwiegersohntyp: Ist dieser CFC-Leistungsträger noch zu haben?

Domenico Alberico spielt bei den Himmelblauen eine wichtige Rolle

Chemnitz

Der Chemnitzer FC ist nach einem knüppelharten Auftaktprogramm in der Fußball-Regionalliga Nordost noch ungeschlagen und hat als Tabellenzweiter 17 Zähler gesammelt.

Im ersten Spiel des Sachsenpokals ließen die Schützlinge von Cheftrainer Benjamin Duda gar nichts anbrennen und gewannen beim Sachsenligisten Dresdner SC 7:0.

Bodenständig trotz Pokalerfolg

Diese Resultate sorgen natürlich im Team für beste Stimmung und bei den Fans für manche Träumerei. Für Domenico Alberico ist diese brauchbare Zwischenbilanz allerdings kein Grund, die Bodenhaftung zu verlieren, obwohl er sich nach zwei Treffern im Pokal und drei Meisterschafts-Toren durchaus zu Wort melden könnte.

Doch der in Pforzheim geborene Kicker mit italienischen Wurzeln ist nicht der Typ, der mit dem Megafon auf den Zaun des Stadions steigt und gemeinsam mit den Fans ein gepflegtes „Uffta,Uffta -Tätärä“ anstimmt. Viel lieber macht Alberico, der in seiner Jugend mit der U 20 -Nachwuchsnationalmannschaft Italiens an der Weltmeisterschaft teilnahm, auf dem Rasen sein Ding.

„Ich fühle mich in Chemnitz wohl, gebe weiter Gas und freue mich, wenn ich aufgestellt werde“, gibt er sich bescheiden. Er sehe sich derzeit leistungsmäßig bei 100 Prozent.

Lob vom Cheftrainer

Aus Sicht von Chefcoach Duda habe Alberico alles, um einer der besten Spieler der Liga zu sein. „Er besitzt einen inneren Antrieb, Top-Professionalität, Pressing, Dribbelstärke und die Fähigkeit, Tore zu erzielen sowie vorzulegen. Für uns ist er ein sehr wichtiger, weil fleißiger und gefährlicher Spieler“, erklärt der CFC-Trainer.

Auch nach seinen fünf Pflichtspieltoren bleibe „Dome“ sicherlich hungrig auf mehr. „Zwischenmenschlich ist er ein Typ für Wärme, Harmonie und guter Laune in der Kabine - der Prototyp Schwiegersohn, wie man ihn sich ausmalt. Mittlerweile ist unser italienischer Flitzer ja auch verlobt“, macht Duda mit einem Lächeln deutlich, dass der Kicker nicht mehr zu haben ist.

Blick auf die nächste Hürde

Der klare 7:0-Erfolg gegen den DSC im Pokal kam für den offensiven Mittefeldspieler nicht überraschend. „Wir haben die Aufgabe wie ein Ligaspiel angesehen, durch den Trainer wurden wir entsprechend eingestellt. Am Ende konnten wir die Pflichtaufgabe souverän lösen.

Doch am kommenden Freitag steht mit dem Auswärtsspiel bei der VSG Altglienicke das nächste Brett an“, blickt der 27-Jährige auf den nächsten Spieltag der Regionalliga voraus.

Italienische Wurzeln und Leibspeisen

Nach dem Pokalspiel beim Dresdner SC gab es für die CFC-Kicker Pizza und Pasta aus der Außer-Haus- Abteilung eines Gastronomiebetriebs. Diese Gerichte erinnern den 1,74 Meter großen Fußballer an seine Wurzeln. „Meine Familie stammt aus der Region Puglia im Süden Italiens. Das ist praktisch der Absatz des italienischen Stiefels“, erklärt der zweifache Pokal-Torschütze. Aus der südländischen Küche bevorzuge er vor allem Orecchiette, die kleinen ohrenförmigen Nudeln aus Süditalien.

Die kulinarische Freude sei bei ihm auch groß, wenn Fusilli serviert werden. „Dazu gibt es bei uns vor allem Pomodoro, eine einfache Tomatensoße“, verrät der Akteur, der in den Nachwuchsabteilungen des Karlsruher SC uns der TSG Hoffenheim ausgebildet wurde. Die Zubereitung der Tomatensoße sei übrigens einfach. Neben Tomaten benötigt man vor allem Olivenöl, Zwiebeln , etwas Basilikum und Knoblauch.

Für Domenico Alberico ist diese Mischung offenbar der beste Leistungskatalysator der Welt.


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