TU-Professor gehört zu Spitzenforschern

Forschung Chemnitzer Physiker ist einer der bedeutendsten Wissenschaftler der Welt

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Thomas Seyller untersucht neuartige Materialien mit potenziellen Anwendungen in der Elektronik. Foto: TU Chemnitz

Ein Chemnitzer Physik-Professor gehört zu den am häufigsten zitierten Wissenschaftlern seines Gebietes auf der ganzen Welt. Das ergab jetzt das Highly Cited Researchers Ranking, das zum Thema eine Analyse von 2005 bis 2015 erstellt hat. Die Rede ist von Professor Thomas Seyller vom Institut für Physik - Technische Physik, der seit 2012 an der TU Chemnitz tätig ist.

"Sein Arbeitsgebiet umfasst die Untersuchung von neuartigen Materialien mit potenziellen Anwendungen in der Elektronik. Dazu gehört neben der Messung von Materialeigenschaften mit modernen Methoden der experimentellen Oberflächen- und Festkörperphysik auch die gezielte Herstellung der Materialien", informiert die Pressestelle der TU. In den letzten zehn Jahren haben sich Seyller und seine Arbeitsgruppe intensiv mit dem Material Graphen beschäftigt.

Was ist Graphen?

Das wird aus Graphit gelöst, ist stärker als Stahl, dennoch flexibel und leitet Wärme und Strom. Es wird seit Jahren als wahres Wundermaterial gefeiert. Doch die Herstellung ist eine Herausforderung. 2009 entwickelte Thomas Seyller gemeinsam mit Kollegen der Universität Erlangen-Nürnberg, an der er 1993 sein Diplom als Physiker und 2010 seine Habilitation erlangte, dafür ein Verfahren. Dabei sei ein Graphit entstanden, das eine deutliche Verbesserung der Eigenschaften der Schichten zeige, sagte Seyller in einem Wissenschaftsbericht der "Welt". Die Physiker koppeln dazu Methoden aus der Oberflächenphysik mit Messungen der elektrischen Leitfähigkeit.

Zusammenarbeit in der ganzen Welt

Professor Thomas Seyller hat mit einer Vielzahl von Arbeitsgruppen verschiedener Institutionen vor allem in Europa, in den USA und Japan zusammengearbeitet. "Neben einem guten Team ist die Vernetzung mit anderen Wissenschaftlern eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg", sagt er. "Gemeinsam erreicht man mehr als alleine." 2010 bekam er den Walter-Schottky-Preis für Festkörperphysik der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.