TU-Senat: Bekenntnis zu weltoffener Stadt

Uni Nach den Wahlen folgt ein Appell an den Stadtrat

Mit einem Bekenntnis zu einer weltoffenen und demokratischen Stadt Chemnitz reagierte der Senat der Technischen Universität Chemnitz vergangene Woche auf die jüngsten Wahlen. Darin heißt es: "Die TU Chemnitz als Bildungs- und Forschungseinrichtung bietet Menschen aus der ganzen Welt ein Zuhause und heißt Forscherinnen und Forscher, Studentinnen und Studenten willkommen, unabhängig davon, woher sie kommen, welcher Religion sie angehören, welche sexuelle Orientierung sie haben oder welche Form des Zusammenlebens sie wählen."

Wunsch nach weltoffenem Klima über den Campus hinaus

Und weiter: "Aus dieser Überzeugung heraus wünschen wir uns nicht nur auf dem Campus der Universität, sondern in der ganzen Stadt ein weltoffenes und von Akzeptanz geprägtes Klima. Äußerungen, die diesem Anliegen widersprechen und im Rahmen des jüngsten Wahlkampfes getätigt wurden, erfüllen uns mit großer Sorge. Dies gilt insbesondere für rassistische, rechtsextreme oder gar offen rechtsradikale Positionen, denen wir entschieden entgegentreten.

 

Wir fordern alle Stadtratsmitglieder mit Nachdruck auf, weiterhin für eine offene und diskriminierungsfreie Stadtgesellschaft zu streiten und für die Grundwerte einer freien, demokratischen und offenen Gesellschaft einzutreten!" Insgesamt zehn Parteien und Wählervereinigungen werden nach der Stadtratswahl künftig im Rathaus vertreten sein. Die AfD gehörte zu den klaren Gewinnerinnen und ist jetzt zweitstärkste Fraktion nach der CDU. Zulegen konnten auch die Grünen sowie Pro Chemnitz.