Umbau des Bahnhofs steht auf der Kippe

Start Parkeisenbahn steht in den Startlöchern - und braucht dringend Geld

Seit 1954 rauscht sie mit ordentlich Dampf durch den Küchwald. Die Parkeisenbahn feiert in diesem Jahr ihren 65. Geburtstag. Zu vielen traditionellen Veranstaltungshöhepunkten - vom Osterhasenkinderfest über das Ballonfest, Teddy-Fahrten, eine Märchennacht bis hin zum Maskottchentreffen - sollte ein Umbau des Bahnhofes das nächste große Ereignis auf dem Areal im Küchwald sein. Wie Matthias Dietel, der technische Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH gestern informierte, stehe die Finanzierung des insgesamt 650.000 Euro teuren Projekts allerdings auf der Kippe. Ihm zufolge sollen 70 Prozent des Betrags über das Land Sachsen und 20 Prozent über die Stadt Chemnitz gezahlt werden. "Die restlichen zehn Prozent sollen wir als Betreiber übernehmen. 65.000 Euro sind für uns aber absolut nicht machbar", so Dietel. Er verwies zudem darauf, dass das Bahnhofsgebäude der Stadt gehöre und es "ein Unding" sei, dass die Parkeisenbahner ein städtisches Gebäude mitfinanzieren sollen. "Unser Angebot sind 20.000 Euro und der Rest in Eigenarbeitsleistungen", sagte Matthias Dietel.

Mit dem Umbau des Bahnhofs, der planmäßig Ende des Jahres beginnen sollte, wurde vor allem eine Vergrößerung des Gebäudes anvisiert. Die Kinder, die die Parkeisenbahn betreiben, würden Spinde für ihre Uniformen bekommen und die sanitären Anlagen erhielten eine Frischekur.

An diesem Samstag findet übrigens ab 9 Uhr auch der Frühjahrsputz bei der Parkeisenbahn statt. Treffpunkt ist an der Lok- und Wagenhalle. Wer an der Aktion teilnimmt, bekommt ein Mittagessen und eine Freikarte für eine Fahrt. Die offizielle Saisoneröffnung findet dann am 21. März statt.