Umweltschutz im Fokus: Blühwiesen werden winterfest

Stadt-Natur Nach Mahd im Frühjahr neue Saaten geplant

Mehr Stadtgrün für alle - das war ein Wunsch der Chemnitzer. Deshalb wurden im Juli gemeinsam mit dem Verein "Saatgut" und verschiedener Wohnungsgenossenschaften sowie dem Grünflächenamt Blühwiesen gesät. Die Flächen verschönern aber nicht nur das Stadtbild, sie dienen auch den Insekten als Nahrung. Obwohl die Flächen im Oktober noch schön anzusehen waren, ist das naturgemäß mit dem ersten Frost vorbei. Aus diesem Grund werden die Blühstreifen nun gemäht, um sie für das kommende Jahr für eine Neuansaat beziehungsweise Nachsaat vorzubereiten.

"Zudem kann es erforderlich werden, auch den Boden dahingehend zu bearbeiten, unerwünschte, häufig konkurrenzfähigere Bei- und Wurzelunkräuter bereits vorm Ausbringen des Saatgutes weitestgehend zu verdrängen", informiert die Stadtverwaltung. Bei der Einsaat soll eine regionale Saatmischung verwendet werden, die natürlich wieder attraktive "Farbtupfer" enthält. Nach der Aussaat benötigen die Samen vor allem Feuchtigkeit über mindestens fünf Wochen lang. Das heißt, wenn kein Regen fällt, müssen die Flächen regelmäßig bewässert werden.

Die Blühstreifen werden durch die Auszubildenden des Grünflächenamtes umgesetzt. Wer die angehenden Gärtner beim Vorbereiten der Saatflächen unterstützen möchte, ist gern im Frühjahr zum gemeinsamen Entfernen der unerwünschten Beikräuter gesehen. Übrigens: Weniger auffallend, aber ökologisch ebenso wertvoll sind die naturnahen Wiesen im Stadtpark und im Küchwaldpark, die bereits in jahrzehntelanger Arbeit entwickelt wurden.