Ungewisse Zukunft für Stubentiger und Co.

Tiere Verein "Tiere in Not" Hutholz braucht finanzielle Unterstützung

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Die Vereinsvorsitzende Denise Putsche mit einem der "Bewohner" des Tierasyls.Foto: Andreas Seidel  Foto: Andreas Seidel

Es war ein Hilferuf, der in diesen Tagen binnen kürzester Zeit viele Bürger erreichte. "Trotz Einsparmaßnahmen seit Anfang des Jahres und massiver Erhöhung der Schutzgebühren hat sich unsere finanzielle Lage nicht entspannt", teilte der Verein Tiere in Not Chemnitz mit. Ende 2017 habe er eine Jahresausgabe von 48.000 Euro für tierärztliche Behandlungen, für Personal, Gebäude und sonstiges gehabt. Wenn es keine weitere finanzielle Unterstützung gebe, sehe die Zukunft des Tierasyls in Hutholz schwarz aus.

Zukunft scheint ungewiss

"Fakt ist, dass es momentan nicht absehbar ist, wie lange wir unter diesen Umständen den Fortbestand unseres Tierasyls gewährleisten können", macht der Verein deutlich. Wo im Falle einer Schließung die rund 500 hilfsbedürftige Tiere untergebracht werden sollen, sei fraglich.

Eines der Hauptanliegen des Vereines besteht darin, ausgesetzten Tieren ein zeitweiliges Zuhause zu geben und in eine neue Familie zu vermitteln. Neben Katzen werden Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Vögel, Chinchillas und Degus beherbergt. Doch besonders die Tierarztkosten machen dem Verein zu schaffen. Sie richten ihr Anliegen daher nicht nur an die Bürger mit der Hoffnung auf Spenden, sondern auch an die Politiker vor Ort.

Kein Einzelschicksal

Die Situation im Chemnitzer Tierasyl sei für den Grünen-Landtagsabgeordneten Volkmar Zschocke exemplarisch für viele Tierheime in Sachsen. "Aufgrund ständig steigender Kosten, Bürokratie und nicht ausreichender Zuweisungen sind einige Vereine am Rand der Arbeitsfähigkeit. Tiere brauchen eben nicht nur Futter und einen Stall, sondern auch Menschen, die sie füttern und pflegen", sagt er. Deshalb müsse die Landesförderung dringend überarbeitet werden, sodass künftig auch Personalstellen finanziert werden können.