Uni Chemnitz forscht an mobiler Zukunft mit

Forschung Hochleistungsprüfstand für Brennstoffzellen-Systeme eingeweiht

Das Technologieunternehmen Continental baut in Chemnitz den Bereich Brennstoffzellentechnologie weiter aus. Im Rahmen einer Kooperation mit der Professur für Alternative Fahrzeugantriebe (ALF) der TU Chemnitz wurde am Mittwoch das neu eingerichtete Brennstoffzellenlabor eingeweiht.

 

Ausgezeichneter Ruf der Professur

Bereits im Februar war mit der Aufstellung eines großen Wasserstofftanks als Teil der Laborausstattung eine zentrale Voraussetzung für umfangreichere Messaufgaben geschaffen worden. Die Professur ALF unter Leitung von Professor Thomas von Unwerth genießt wegen seiner hohen Fachkompetenz einen ausgezeichneten Ruf im Bereich der Erforschung und Weiterentwicklung von Brennstoffzellen (Fuel Cells). Durch die Zusammenarbeit mit Continental als dem größten industriellen Partner innerhalb des Innovationsclusters "HZwo - Antrieb für Sachsen" hat mit dem neuen Fuel-Cell-Werkstofflabor auf dem TU-Campus nun eines der modernsten H2-Labore in Deutschland den Betrieb aufgenommen. "Es wird deutlich, dass sich die TU Chemnitz mit entscheidenden, zukunftsorientierten Fragen aus Wirtschaft und Gesellschaft beschäftigt. Zweifelsohne gehört dazu die Frage nach der ökonomisch und ökologisch sinnvollen Alternative zum Verbrennungsmotor", macht Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz, deutlich. "Die spezielle technische Ausstattung des Labors sucht in der universitären Landschaft europaweit ihresgleichen", so Thomas von Unwerth. "Herz der neuen Anlage ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt. Zukünftig besteht außerdem die Option, den Prüfstand bis auf 300 kW umzurüsten. Damit werden an der TU Chemnitz die Grundlagen für die Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen der nächsten Generation gelegt." Im Sinne des Netzwerkgedankens können auch Drittfirmen das Labor nutzen.