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Westsachsen

Unruhe im Musikkombinat

Planung Wiederinbetriebnahme der Karl-Liebknecht-Schule wird geprüft

Die Schülerzahlen wachsen - und die Stadt braucht neue Schulen. Da braucht es gegebenenfalls auch mal unkonventionelle Lösungen: Container an Stellen, wo vor ein paar Jahren noch echte Schulgebäude standen. Oder auch die Rückführung von inzwischen anders genutzten Gebäuden in ihre ursprüngliche Verwendung als Schule.

Zurück zum ursprünglichen Nutzen?

Eine entsprechende Anfrage der CDU-Stadträtin Ines Saborowski-Richter sorgt hier nun für Unruhe: Sie will klären lassen, ob man die vormalige Karl-Liebknecht-Schule an der Mühlenstraße nicht wieder für Unterrichtszwecke nutzen könnte. Das Problem dabei: Die Schule stand zunächst mehrere Jahre leer. 2010 wurde sie deshalb als verlassener Ort durch das Kunstfestival "Begehungen" genutzt.

Im Anschluss daran fanden sich neue Nutzer: Das Chemnitzer Bandbüro siedelte sich hier an und richtete zahlreiche Probenräume ein, die von bekannteren und unbekannteren Musikgruppen genutzt werden. Das Bürgerradio Radio T befindet sich in den finalen Arbeiten, um hier seine Sendestudios zu eröffnen. Ein Tonstudio arbeitet hier. Schon längst ist die Schule nicht mehr Schule, sondern "Musikkombinat", das sich - wie zuletzt bei der "Musikmeile" in das Leben auf dem Brühl einbringt.

Soll die Arbeit umsonst gewesen sein?

"Seit über fünf Jahren bauen über 50 Bands und Musikprojekte, mehrere Vereine, Künstler und Kreativwirtschaftler sowie Radio T im Vertrauen auf bestehende Verträge die ehemalige Karl-Liebknecht-Schule zum Musikkombinat um", kommentiert einer der Projektbeteiligten im Sozialen Netzwerk Facebook. Über 10.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden, aber auch mehr als 500.000 Euro Fördermittel von Bund und Land seien in den Umbau geflossen, im Herbst soll die offizielle Eröffnung erfolgen.

"Wir vom Bandbüro Chemnitz werden alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um dieses Szenario zu verhindern", kündigt Martin Goretzky vom Trägerverein des Musikkombinats an. Er ruft dazu auf, "nicht in Panik zu verfallen".



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