"Unsere Aufgabe ist die Integration"

Sozial Verein young connections feiert Weihnachten international - Markt am 5. Dezember

Die Mitglieder des Vereins young connections in Chemnitz Ebersdorf haben gerade alle Hände voll zu tun: Am kommenden Samstag, dem 5. Dezember, veranstalten sie ihren alljährlichen gemütlichen Weihnachtsmarkt auf der Otto-Planer-Straße 6. Von 14 bis 21 Uhr wird es Livemusik, ein Lagerfeuer, eine Bastelstube, Weihnachtsbingo, Ponyreiten und die Historische Ausstellung "Antikes Erzgebirge in Miniatur Teil 2" geben. "Wir wollen damit ein Stück weit die Heimatverbundenheit stärken", sagt Nanni Zeuner, die Geschäftsführerin und Projektleiterin des Vereins. Bei den Bastelangeboten für Kinder gehe es ihr um ein "Zurück zu den einfachen Dingen". "Wir arbeiten zum Beispiel viel mit Naturmaterialien. Unser Ansatz ist auch generell in unserer Einrichtung, Computer und sonstiges Digitales draußen zu lassen und dafür mit den Händen zu werkeln", erklärt die Sozialpädagogin. So soll es beim Weihnachtsmarkt auch ein so genanntes "Herzstübchen" geben, in dem aus verschiedenen Stoffen kreative Kleidungsstücke gefertigt werden können. Deftiges und Süßes für Magen und Seele sei selbstverständlich ebenfalls erhältlich.

Doch nicht nur mit den Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt hat Nanni Zeuner derzeit zu tun. Auch das aktuelle Thema Flüchtlinge beschäftigt den Verein. "Wir kümmern uns um Kinder aus der Erstaufnahmeeinrichtung", erzählt sie. Vier- bis 17-jährige Jungen und Mädchen lernen bei ihr und den Kollegen von young connections die deutsche Sprache und werden auf die Schule vorbereitet. "Die Kinder sind sehr wissbegierig und offen für alles", so Nanni Zeuner. Sie sehe das Thema Flüchtlinge aber auch differenziert. Die Jungen und Mädchen kämen aus einem völlig anderem Kulturkreis und müssten vieles aus unserer Welt erst lernen. "Unsere Aufgabe ist klar die Integration, da können wir einen wichtigen Beitrag leisten", betont die Vereinschefin. Gerade beim Thema Weihnachten gebe es religionsbedingt noch viel Unwissenheit. "Wir führen die Kinder behutsam an die hiesigen Traditionen heran", erzählt sie.