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Unterstützung für Ausgegrenzte

Eröffnung Neue Beratungsstelle gegen Diskriminierung in Chemnitz

Einen Job nicht bekommen, weil man "zu alt" ist; im Wohnumfeld angefeindet werden, weil man ein Kopftuch trägt; im Kollegenkreis ausgegrenzt werden, weil man schwul ist - es gibt viele Erscheinungsformen von Diskriminierung.

"Wenn Menschen wegen ihrer Behinderung, ihrer Hautfarbe, ihrer Religion oder ihrer sexuellen Identität ausgegrenzt, benachteiligt oder angegriffen werden, benötigen sie Unterstützung", sagte Gleichstellungsministerin Petra Köpping jetzt bei ihrem Besuch in Chemnitz.

Sie eröffnete am Jakobikirchplatz 2 die neue Antidiskriminierungsberatungsstelle für die Stadt und die angrenzenden Landkreise Mittelsachsen, Erzgebirge und Zwickau. Der Träger der Einrichtung ist das Antidiskriminierungsbüro Sachsen, das auch Beratungsstellen in Dresden und Leipzig unterhält.

Mitarbeiter haben immer ein offenes Ohr

"Unsere Beratungsstelle arbeitet merkmalsübergreifend, das heißt, Menschen, die aufgrund des Geschlechts, einer Behinderung, rassistischer Zuschreibung, des Lebensalters, der Religion oder sexuellen Identität Diskriminierung erlebt haben, können uns aufsuchen und Unterstützung erhalten", erläutert Sotiria Midelia, die Geschäftsführerin des Antidiskriminierungsbüro Sachsen. Wer sich nicht gleich traut, persönlich vor Ort zu kommen, könne auch erst eine Mail schreiben, ergänzte Stefanie Gockel, die gemeinsam mit Jan Diebold als Berater vor Ort fungieren wird. "Da ist die Hemmschwelle erst einmal geringer", so Gockel.

Die Chemnitzer Beratungsstelle ist ein Modellprojekt, das noch bis Ende 2020 läuft und mit 1,2 Millionen Euro gefördert wird. Geöffnet hat sie immer mittwochs von 14 bis 16 Uhr und freitags von 10 bis 13 Uhr. Per E-Mail erreichbar sind die Berater unter der Adresse chemnitz@adb-sachsen.de.



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