Unterwegs in der Wörterfabrik

Stadtbibliothek Neue medienpädagogische und digitale Angebote

Die Hälfte aller Neunjährigen besitzt heutzutage ein Handy. Bei den 13-Jährigen sind es fast alle. Und auch die digitale Schule ist auf dem Vormarsch. Aber was bedeutet das für Bibliotheken? Sie sind schon seit langem keine bloßen Büchersammlungen mehr, sondern sich immer weiter entwickelnde, lebendige Medien- und Informationszentren. Auch die Stadtbibliothek Chemnitz bietet neben den klassischen analogen eine Vielzahl neuer digitaler Angebote - Tendenz steigend.

"Allein im letzten Jahr hatten wir 681 medienpädagogische Veranstaltungen", sagt Anja Schrön, Leiterin Medien- und Informationsvermittlung in der Stadtbibliothek. "Wir wollen damit die Medien- und Recherchekompetenz unserer Nutzer unterstützen", so Tina Goldammer, die stellvertretende Leiterin der Bücherei. Für Schüler finden beispielsweise Bibliothekseinführungen mittels Tablet statt. Grundschüler, wie gestern eine Klasse der Valentina-Tereschkowa-Grundschule, können in der Bilderbuch-App "Die große Wörterfabrik" ihre Sprachkompetenz fördern. Für Jugendliche ab zwölf Jahren finden regelmäßig Gaming-Veranstaltungen statt.

Weiterbildung auch online

Wer auf die Website der Chemnitzer Stadtbibliothek geht, der entdeckt dort unter der Rubrik Online-Angebote eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich digital fortzubilden, Datenbanken zu nutzen oder auch Filme zu schauen. Es gibt beispielsweise Schülertrainings - eine kleine Nachhilfe für Zuhause in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Latein und Französisch - , ein Online-Presseportal, in dem mehr als 1.000 regionale und überregionale Zeitungen und Zeitschriften zu finden sind oder das Filmportal filmfriend, das mehr als 2.000 Spielfilme und Dokumentationen beinhaltet. Für Mitglieder der Stadtbibliothek sind all diese Angebote kostenfrei. "Wir wollen weiter ein Ort der Begegnung und Kommunikation sein und müssen und wollen uns auf die digitale Welt einstellen", sagt Anja Schrön.