Update zu tödlichem Arbeitsunfall in Chemnitz: Mann bei Kanalarbeiten ums Leben gekommen

Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen

Chemnitz/Wittgensdorf

Am Montagnachmittag geriet gegen 14 Uhr ein 55-jähriger Arbeiter während Wartungsarbeiten in der Kanalisation der ehemaligen Mülldeponie in Wittgensdorf in eine lebensbedrohliche Notlage und verstarb noch vor Ort. Trotz des schnellen Eingreifens von Rettungsdienst und Feuerwehr konnte das Unglück nicht verhindert werden.

 

Ermittlungen laufen

Die Polizei hat den Vorfall auf Nachfrage von BLICK.de bestätigt. Die genauen Umstände des Vorfalls werden derzeit von der Kriminalpolizei und dem Arbeitsschutz der Landesdirektion untersucht. Auch Einsatzkräfte des Kriseninterventionsteams sind vor Ort.

 

Update 18.30 Uhr

Am Montagnachmittag wurden Polizei und die Freiwillige Feuerwehr Wittgensdorf zu einem schweren Arbeitsunfall alarmiert. Ein Arbeiter war in einen etwa vier Meter tiefen Schacht gestürzt und lag regungslos mit dem Gesicht unter Wasser am Boden des Schachtes.

Die ersteintreffenden Polizeikräfte führten mit dem Messgerät des Verunglückten eine Sauerstoffmessung durch. Diese ergab, dass im Schacht keine atembare Luft vorhanden war, da der Sauerstoffgehalt deutlich unter dem erforderlichen Mindestwert lag.

Die Feuerwehr überprüfte daraufhin die Atmosphäre des Schachtes und überprüfte unter schwerem Atemschutz die Lebenszeichen des Arbeiters. Parallel dazu wurden umfangreiche Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Mithilfe einer Drehleiter und in Zusammenarbeit mit dem Höhenrettungsdienst der Feuerwehr Chemnitz wurde die Bergung des Verunglückten vorbereitet.

Währenddessen kümmerte sich der Rettungsdienst um einen Kollegen des Verunglückten, der unter Schock stand. Er wurde später an das Kriseninterventionsteam übergeben, das ihn weiter psychologisch betreute.

Trotz aller Bemühungen konnte der Notarzt schließlich nur noch den Tod des Arbeiters feststellen.

Im Einsatz waren insgesamt 28 Einsatzkräfte mit acht Fahrzeugen, darunter auch ein Gerätewagen vom Höhenrettungsdienst.

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