"Urbansax" geht in London an den Start

Innovation Ökomobil der TU nimmt beim Shell Eco-Marathon teil

Computersimulation des "Urbansax". Foto: Fortis Saxonia

Die studentische Initiative "Fortis Saxonia" der Technischen Universität Chemnitz hat ein neues Ökomobil namens "Urbansax" entwickelt, mit welchem sie am größten Wettbewerb für nachhaltige Mobilität in Europa teilnimmt - dem Shell Eco-Marathon. Dieser wird vom 25.-28. Mai zum zweiten Mal im Queen Elizabeth Olympic Park im Osten Londons stattfinden. 15 Teammitglieder aus Chemnitz werden dabei sein und ihr "Urban Concept Car", sowie Werkzeug und Messtechnik im Gepäck haben.

Es gewinnt, wer die sparsamste Erfindung entwickelt hat

Insgesamt werden am Wettbewerb 3.000 Studierende aus 197 Teams von Hochschulen und Universitäten aus 27 Ländern Europas und Afrikas, darunter 15 aus Deutschland, teilnehmen. Gewinnen wird das Team, was die sparsamste Erfindung mit dem geringsten Treibstoff- und Energieverbrauch hat. Wer zehn Runden a 1.659 Meter des Parcours in maximal 39 Minuten absolvieren kann, kommt in die Wertung. Erst danach wird der Kraftstoffverbrauch ermittelt und hochgerechnet, wie weit das Fahrzeug gekommen wäre, wenn es einen ganzen Liter Kraftstoff verbraucht hätte.

Bevor am 25. Mai die Fahrzeuge auf die Teststrecke gehen und die Wertungsläufe absolvieren, müssen sie sich erst noch mehreren Sicherheits- und Funktionstests unterziehen. "Erst dann darf das Fahrzeug auf die kurvenreiche und bergige Rennstrecke", sagt Philipp Froeschke vom Team "Fortis Saxonia".

Fahrzeug wurde in puncto Design, Antrieb, Widerstand und Leichtbau optimiert

Nun heißt es Endspurt in der Werkstatt der Forschungsgruppe auf dem Sonnenberg, denn bis zum 20. Mai muss das Wettbewerbsfahrzeug zusammengebaut und für den Transport nach London verpackt und vorbereitet werden. Das Ökomobil mit einem Gesamtgewicht von 130 Kilogramm wurde stromlinienförmig designt, scharfe Ecken und Kanten wurden vermieden und es hat eine angeströmte Gesamtfläche, die etwa 25 Prozent geringer als beim Vorgänger Eco Bee von 2016 ist. Antriebsseitig wird wieder auf das 2-kW-Brennstoffzellensystem aus den Vorjahren zurückgegriffen.

Die Teilnehmer optimierten das Fahrzeug in puncto Leichtbau, Roll- und Luftwiderstand sowie Effizienz des Antriebs. "Die Fahrzeuge Nios aus dem Jahr 2010 und Eco Bee aus den Jahren 2014 bis 2016 stellten Fahrzeugprototypen dar, welche im zukünftigen urbanen Verkehrsraum zur Anwendung kommen könnten. Der Entwicklungsschwerpunkt lag daher vor allem auf dem Design, weniger auf der Energieeffizienz. Mit dem diesjährigen Fahrzeug Urbansax wollen wir nun erstmalig konkurrenzfähig werden und uns damit in die Top-5-Platzierungen einreihen", erläutert Vereinssprecher Nico Keller.