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Vandalen am Werk: Schloßteich-Pavillon nicht mehr wiederzukennen

Vandalismus Baudenkmal wurde verschandelt

Eine ältere Dame steht vor dem Schloßteich-Pavillon und schüttelt den Kopf. "Alles beschmiert. Wer macht sowas?", fragt sie sich. Und damit wird sie in diesen Tagen nicht die Einzige sein. Der erst vor zwei Jahren fertig sanierte Pavillon ist kaum wiederzuerkennen. Das Wandbild - es war bis zur Sanierung von Graffiti überdeckt und die wurde restauratorisch aufgearbeitet - ist über und über mit Kritzeleien verunstaltet worden. Antifa, Jusos, Acab oder Nato sind darauf zu lesen. Das Grünflächenamt hat schon Anzeige erstattet.

 

Lange Geschichte

Der 1959 erstmals eingeweihte Musikpavillons gilt seit 1993 als Baudenkmal. Eine Bürgerinitiative, die der Chemnitzer Hendrik Gransee ins Leben rief, wollte nicht dabei zusehen, wie das Areal verkommt. Sie startete vor einigen Jahren unter anderem die Aktion "Chemnitz ist reif für die Insel", die sich für die Sanierung des Schloßteich-Pavillons einsetzte.

Und die erfolgte schließlich auch: Seit 2018 wurde der Pavillon Stück für Stück modernisiert. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 580.000 Euro. Wie künftig präventiv gegen den Vandalismus vorgegangen werden soll, ist unklar. Eine Kameraüberwachung sei aus Datenschutzgründen nicht möglich, so die Stadt.

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