Verbessertes Warnsystem

Hochwasser Freistaat startet neues Informations- und Managementsystem

Umweltstaatssekretär Herbert Wolff hat am Montag das neue Hochwasserinformations- und -managementsystem (HWIMS) für den Freistaat Sachsen gestartet. Das nach der Flutkatastrophe 2002 eingeführte Warnsystem sei dafür noch einmal erheblich verbessert und an den Stand der Technik angepasst worden. "Neben technischem Hochwasserschutz ist das Vorhersage- und Warnsystem ein elementarer Bestandteil der Vorsorge in Sachsen", so Wolff. "Rechtzeitige Warnungen schaffen Zeit, um mobile Hochwasserschutzelemente aufzubauen. Dort, wo die Überschwemmungen nicht zu verhindern sind, können Menschen evakuiert und Sachwerte in Sicherheit gebracht werden. Das hilft, eintretende Schäden zu vermeiden oder wenigstens zu verringern", so der Staatssekretär.

Bereits seit 2004 werden Hochwasserprognosen für den Freistaat Sachsen zentral im Landeshochwasserzentrum (LHWZ) in Dresden-Klotzsche erstellt. Bei Hochwassergefahr erhalten die zuständigen staatlichen Behörden, Kommunen sowie weitere Empfänger sogenannte Eilbenachrichtigungen, deren Empfang durch ein Bestätigungssystem kontrolliert und so sichergestellt wird.

In dem neuen System gibt es künftig neun, statt bisher sieben Flussgebiete. Die Eilbenachrichtigung an die zuständigen Stellen erfolgt künftig nicht mehr pegelbezogen für die Flussgebiete insgesamt, sondern getrennt für 54 Warngebiete. "Diese Änderung führt dazu, dass gezielter vor Hochwasser gewarnt werden kann."