Verein zeigt gebastelte Historie

Ausstellung Schlettauer Schnitzer zeigen ungewöhnliche Heimatberge

Es ist ein einzigartiges Haus, in dem der Schnitzverein Schlettau sein Domizil hat und wurde bereits 1806 erbaut. Matthias Greifenhagen ist eines älteste Mitglied im Schnitzverein und er weiß: "Das Haus hat ein ganz seltenes Kielbogendach mit begehbaren Räumen unter dem Dach. In mühevoller Arbeit wurde das historische Gebäude restauriert und als Schnitzerheim ausgebaut." Insgesamt hat der Schnitzverein Schlettau 16 Mitglieder, vom Jugendlichen bis zum Rentner. Dass die Schnitzer viel bewegen, zeigt ihre ungewöhnliche Ausstellung. "Etliche der Sachen standen früher auseinandergenommen auf den Böden der Leute. Wir sind stolz darauf, dass wir so mancheinzigartiges Stück, vor allem aus Schlettau, in unserer Sammlung zeigen können", freut sich Vereinsmitglied Andreas Mey. Auch Matthias Greifenhagen kommt ins Schwärmen: "Zu den wertvollsten Ausstellungsstücken gehört ein fantastischer Leuchter von Anton Heinrich, zwischen 1931 bis 1934 erbaut. Anton Heinrich hat alles mit der Hand ausgesägt und dabei die Einzelteile bestimmt 10.000 Mal gebohrt sowie ein- und ausgespannt." Zu den schönsten Exponaten gehört ein historischer Heimatberg mit orientalischen Motiven und erzgebirgischen Elementen, geschaffen von dem Großvater des Gottfried Rothe aus Annaberg. Für den Vereinsvorsitzenden Klaus Büßer war es Ehrensache, das gute Stück in mühevoller Kleinarbeit wieder zu restaurieren. Auch Erich Tippner, Gerda Beckert, Karin Leistner sowie Matthias und Friedrich Greifenhagen haben Weihnachtsberge beigesteuert. Die Berge sind gespickt mit heimatlichen Motiven und etlichen kleinen Gecks, die vor allem die Kinder erfreuen dürften. Doch auch sonst gibt's im Schnitzerheim vieles zu erkunden. Neben historischen Pyramiden, Schwebengeln und vielen Figuren sorgen ungewöhnliche Blechpyramiden für Staunen. Geöffnet ist das Schnitzerheim Samstag von 14 bis 17 Uhr, Sonntag und an Feiertagen jeweils von 13 bis 17 Uhr.