Verhilft der Heimvorteil zum Sieg?

Radsport Chemnitzer Radlerinnen wollen schwierigem Kurs meistern

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Das Maxx-Solar Lindig Women Cycling Team Foto: Photo-Beat.de/Theres Günther

Theres Klein und Melanie Wotsch brauchen im Gegensatz zu vielen anderen Teilnehmerinnen keine Erklärung, wie sie den Start- und Zielbereich der Deutschen Radmeisterschaften erreichen. Denn die beiden Damen der Bundesligamannschaft "Maxx-Solar Lindig Women Cycling Team 2017" gehören dem RSV Chemnitz an und haben zu den nationalen Titelkämpfen praktisch Heimrecht.

"Die Konkurrenz ist stark"

Doch deshalb will Bert Dressel, der sportliche Leiter des Teams, seine Damen nicht gleich in den Rang von Medaillenanwärterinnen erheben. "Die Konkurrenz ist stark, wenn ich zum Beispiel an die Profis Lisa Brennauer oder Trixi Worrack denke. Unser Team ist hingegen eine Amateurmannschaft", sagt Dressel.

"Wenn es im Zeitfahren und dem Straßenrennen gelingen würde, die eine oder andere Fahrerin unter die Top-Zehn zu platzieren, wäre das ein großer Erfolg für uns", meint der Radsport- Trainer. Allerdings sieht Dressel die Runde, die die Frauen sechsmal absolvieren müssen, als eine schwierige Schleife an.

Es warten einige Herausforderungen

"Die Überfahrt zum Kaßberg kann ebenso viele Kräfte rauben wie der Abschnitt auf der Reichenhainer Straße, wo dich der Wind unter Umständen ganz schön verpusten kann", meint der Coach. Er rechne deshalb auch im Ziel nicht mit einem Massenankunft.

"Wenn wir vorn mitmischen wollen, müssen die Damen hellwach sein und auch das notwendige Glück haben, im Falle der Fälle den Sprung in die entscheidende Gruppe zu schaffen", sagt Dressel. Immerhin hatten die Radsportlerinnen zuletzt ausgiebig Gelegenheit, auf den einzelnen Streckenabschnitten zu trainieren.

Acht Fahrerinnen treten an

Insgesamt gehen acht Fahrerinnen des Teams an den Start. Das Maxx-Solar Lindig Women Cycling Team hat seinen Sitz in Erfurt, Teamchefin ist Vera Hohfeld. Die technische Basis befindet sich allerdings an der Radrennbahn im Sportforum Chemnitz. Dort sind die Teamfahrzeuge sowie das Material stationiert.