Vernetztes Forschen im Mittelstand

Jubiläum 25 Jahre Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau

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Stefan Liebl (links) und Lars Günther, Mitarbeiter des ICM, bei der Arbeit des Projektes kollaborative Montagetechnik. Foto: ICM

42.000 Mitarbeiter zählte der Chemnitzer Maschinenbau im Oktober 1992. "Aber uns allen war klar, dass diese Mitarbeiterzahl in der Zukunft nicht zu halten ist", erinnert sich Dr. Heidrun Steinbach, Geschäftsführende Direktorin des Institutes Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau (ICM). Die Unternehmen beim Strukturwandel begleiten und so viele Arbeitsplätze wie möglich zu erhalten, sei deshalb auch ein Grund für die Gründung des Vereins ICM gewesen.

1992 gehörten die Unternehmen Rawema Industrieanlagen GmbH, Niles-Drehmaschinen GmbH, Schleifmaschinenwerk GmbH Chemnitz, Sachsenhydraulik GmbH, Heckert - Chemnitzer Werkzeugmaschinen GmbH, IBM sowie die Stadt Chemnitz, die TU, das Forschungszentrum Maschinenbau und die IG Metall zu den Gründungsmitgliedern.

Unternehmen ist in vielen Bereichen vertreten

"Den gewaltigen Abbau von Arbeitsplätzen konnten wir nicht verhindern, wir konnten aber dazu beitragen, dass sich die Chemnitzer Maschinenbauunternehmen heute besser denn je auf dem Markt behaupten", sagt Dr. Heidrun Steinbach. Dem ICM-Institut Chemnitzer Maschinen- und Anlagenbau e.V. gehören derzeit 70 Mitglieder an. Knapp 30 Prozent von ihnen sind Produzenten des Werkzeugmaschinen-, Textilmaschinen-, Sondermaschinen- und Anlagenbaus.

Auch an medizintechnischen Produkten wird am Institut gearbeitet. "So konnte in den vergangenen zwei Jahren ein völlig neues Augendiagnosegerät entwickelt werden. Im klassischen Werkzeugmaschinenbau ist das Institut sehr aktiv, wobei ein deutlicher Trend im Bereich individueller Automationskonzepte für geringe Losgrößen besteht", erzählt die Institutsdirektorin.

"Vernetztes Forschen und Entwickeln durch intelligentes Verknüpfen von Kompetenzen" laute das Motto des ICMs - damit kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region wettbewerbsfähig und innovativ bleiben.