Verrückte Geschichten: Heavy24 hat in der Jubiläumsausgabe viel zu bieten

Die Jubiläumsausgabe liefert besondere Geschichten

Chemnitz

Die Jubiläumsausgabe des Heavy24 ist Geschichte. Sportlich ist das Mountainbike-Rennen eine höchst attraktive Angelegenheit. Tausende von Besuchern hatten auf dem Heavyland und auch an der Strecke mitgefiebert. Immer wieder liefert das Event auch schöne Storys am Rande, die blick.de für Euch eingesammelt hat.

Krasse Zahlen für die Statistiker

Jedes Jahr nach dem Heavy24 reiben sich die Statistikfreunde die Hände. Dann kommen die Zahlen, die die Dimensionen des Rennens spiegeln. Und hier sind sie:

Gesamtteilnehmer: 1.056 (116 Frauen/ 940 Männer)

Gesamtrunden: 13.132 (á 9,7 Kilometer)

Gesamtstrecke: 127.380,4 Kilometer

Gesamthöhenmeter: 1.641 500

Das sind: 3 Erdumrundungen und fast 34 Mal rund um Deutschland, über 185 Mal auf den Gipfel des Mount Everest oder 1.351 Mal auf den Fichtelberg.

Heavy24-Youngsters beim Kids Race am Start

Während die „Großen“ auf ihrem ihren Rundkurs schwitzten, hatten die jüngsten Pedalritter am Samstagnachmittag ihren großen Auftritt. Am Kids-Race direkt auf dem Heavyland nahmen 95 Mädchen und Jungen teil. Sie rasten in mehreren Startwellen mit ihren Kinderbikes über den kurvenreichen Parcours ließen sich von den Zuschauern an der Strecke ordentlich anfeuern. Und klar: Auch hier gabs wie bei den Erwachsenen den lauten Startschuss aus der Pistole von Alexander Liebers.

Schon gewusst: Das ist der Heavy-Creator

Ein Heavy24 ohne Frank Buschbeck, den Chef des Naturbades Niederwiesa, gibt es nicht. 2006 hatten er und zwei Freunde die verrückte Idee ein 24-Stunden-Mountainbike-Rennen in Chemnitz zu veranstalten. 2007 gingen dann tatsächlich 437 Teilnehmer an den Start und das Heavy24 war geboren.

Die heutigen Organisatoren André Gläß und Alexander Liebers waren von Anfang an dabei und entwickelten das MTB-Rennen zu einem der größten Deutschlands. Das Heavy-Logo ist eine echte Marke geworden. „Das habe ich mir damals einfallen und anschließend entwerfen lassen“, verrät Frank Buschbeck.

Vom Rathaus in den Sattel

Mit Helm und Radbrille erkannte man nicht, wer da im Sechserteam der „Brühlaffen 2“ unter der Startnummer 6074 durch den Wald raste. Der Chemnitzer Baubürgermeister Thomas Kütter ist begeisterter Radsportler und hatte fürs Gesamtergebnis auch acht Runden (77,6 Kilometer) beigesteuert. Immerhin schaffte das Team 51 Runden und landete am Ende auf Rang 35.

Löwenenergie vom Team Bärenherz

Jonas Hummel und Marco Schippers hatten als Zweiterteam einen ambitionierten „Race-Plan“: Ganz vorn mitfahren und ganz viel Geld sammeln. Dieses sollte dem Leipziger Kinderhospiz Bärenherz zugutekommen. Die beiden Chemnitzer hatten sich Partner und Sponsoren gesucht, die pro Runde eine selbst gewählte Summe spendierten. Und es lief wie geschmiert für das Duo „Bärenherz“. Am Ende standen nicht nur 61 Teamrunden (591,7 Kilometer) und der stolze zweite Platz in der Gesamtwertung auf der Uhr. Das Gesamtergebnis riss allesamt vom Sattel. 13.000 Euro waren für das Kinderhospiz zusammengekommen.

Ein Shake-Hands zweier Extremradler

Das ließ sich der fünffache Heavy24-Sieger Roy Bruns nicht nehmen. Nach der Siegerehrung der Einzelstarter gratulierte er dem Sieger Lukas Kaufmann, der mit ihm gleichzog und nun mit 58 Runden zweiter Rekordhalter ist. „Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei, ein Heavy ohne Rad ist nix für mich“, sagte der 37-Jährige, der wegen seiner Finger-OP dieses Jahr absagen musste.

Viktoria eifert der Mama nach

Einen Herzensmoment lieferte Sandra Albrecht. Sie hatte mit 35 Runden den zweiten Platz hinter Anita Schenk (44 Runden) geschafft, musste allerdings vorzeitig wegen gesundheitlicher Probleme das Rennen beenden. Während und besonders nach der Siegerehrung war das Strahlen zurück. Denn Töchterchen Viktoria stand mit ihrer eigenen Urkunde schon zum Gratulieren bereit.

Sie hatte beim Kids-Race mit ihrem roten Flitzerfahrrad ordentlich losgelegt, während ihre Mama auf dem etwas größeren Rundkurs auch um eine Urkunde kämpfte. Das hat geklappt und sorgte für einen schönen Schnappschuss am Ende der Siegerehrung.

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