Vier Jahre Bauzeit für knapp 900 Meter

Umbau An der Chemnitz werden Schäden aus 2013 beseitigt

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Die Bauvorbereitungen am 890 Meter langen Abschnitt laufen bereits seit Mitte Juni. Foto: Andreas Seidel

Den Sommer 2013 haben viele Chemnitzer noch gut im Gedächtnis. Mit den Folgen des damaligen Juni-Hochwassers haben einige auch vier Jahre nach der Flut noch zu kämpfen. Diese Woche begann die Landestalsperrenverwaltung mit der Beseitigung von Schäden an der Chemnitz zwischen der Brücke Heinrich-Lorenz-Straße und dem Wehr an der Kauffahrtei.

Vorbereitungen laufen seit Juni

Die Bauvorbereitungen laufen bereits seit Mitte Juni. Dabei musste die Baustelle eingerichtet und der Baubereich nach Kampfmitteln abgesucht werden. Außerdem wurde die Böschung von Buschwerk befreit, das sich auf dem Baufeld befand. Um in den kommenden Jahren in der Chemnitz bauen zu können, werden in die Mitte des Flusses abschnittsweise Spundwände eingebaut. Der Fluss kann so immer an der Baustelle vorbeigeleitet werden.

Auf Lebewesen im Gewässer muss Rücksicht genommen werden

"Diese Wasserhaltung darf nur außerhalb der Fischschonzeiten umgebaut werden", heißt es in einer Mitteilung der Landestalsperrenverwaltung. "Deshalb werden sich die Arbeiten an dem 890 Meter langen Abschnitt über vier Jahre erstrecken." Im Rahmen der Schadensbeseitigung werden Uferböschungen gesichert und die Durchgängigkeit der Chemnitz für Fische und andere Wasserlebewesen verbessert.

Eine Vollsperrung der öffentlichen Straßen im Baubereich sei derzeit nicht vorgesehen. Dennoch könne es während der Bauzeit kurzzeitig zu Verkehrsbehinderungen kommen. Insgesamt kostet die Maßnahme reichlich zwei Millionen Euro und wird aus Mitteln des Bundes und des Freistaates Sachsen finanziert.