„Vierfach-Bozic“ verzückt den CFC: Erst euphorisch auf dem Zaun, dann Lob und Mahnung

Chemnitzer Torjäger erlebt gegen Babelsberg Elfmeter-Premiere

Chemnitz

Der Chemnitzer FC hat den 24. Spieltag der Fußball-Regionalliga Nordost eindrucksvoll eröffnet. Vor knapp 5000 Zuschauern nahm das Team von Cheftrainer Benjamin Duda im eins Stadion - An der Gellertstraße in Chemnitz nach einer über weite Strecken ausgeglichenen ersten Halbzeit den SV Babelsberg nach dem Seitenwechsel auseinander und gewann 5:1 (1:0). Gleich viermal war dabei Dejan Bozic erfolgreich und leistete somit einen außergewöhnlichen Beitrag zum Heimsieg.

Keine Premiere

Eine Premiere war der Viererpack allerdings nicht. „Vier Tore in einem Spiel habe ich schon einmal vor 14 Jahren für Astoria Walldorf in der Oberliga Baden-Württemberg geschossen. Umso schöner, dass es heute noch einmal geklappt hat“, sagte der Chemnitzer Torjäger. Zwei der Treffer erzielte er vom Strafstoßpunkt. „Zwei Elfmeter in einem Spiel hatte ich noch nie. Da muss man bei sich bleiben, durchschnaufen und bei seinem Weg bleiben“, erklärte Bozic. Jetzt haben die Himmelblauen eine Serie von drei Siegen aus drei Spielen aufgebaut. „Besser geht es gar nicht. Aktuell ist es einfach überragend. Doch darauf dürfen wir uns nicht ausruhen“, richtete der Kicker den Blick bereits auf den kommenden Mittwoch, an dem der Nachholer bei der BSG Chemie Leipzig (Anpfiff 19 Uhr, Alfred-Kunze-Sportpark Leipzig) ansteht. „Dort geht es wieder bei null los, uns erwartet ein schweres Spiel“, mahnte Bozic.

Erinnerungen ans Pokalfinale

Auch wenn Tobias Müller gegen Babelsberg ein Torerfolg verwehrt blieb, war es für den Kapitän dennoch eine ganz besondere Partie. Denn der Mittelfeldakteur bestritt sein 200. Spiel für den CFC. „In Summe geht der Sieg auch in der Höhe in Ordnung. Der Knackpunkt war der erste Elfmeter. Boze ist da sehr sicher und macht die Dinger weg“, meinte Müller. Jetzt könne sich sein Team zwei Tage freuen. „Doch es gilt, die Akkus aufzuladen, denn in Leipzig erwartet uns ein sehr schweres Spiel. Dort müssen wir wieder alles raushauen“, machte der Spieler deutlich. Mit dem Chemnitzer FC verbinde er viele schöne Erinnerungen. „Dazu zählt zum Beispiel das erste Pokalfinale, dass ich mit Chemnitz gegen Zwickau bestritt“, meinte der 32-Jährige. Am 25. Mai 2019 gewann der CFC durch zwei Müller-Tore 2:0.

Großartige Momentaufnahme

CFC- Chefcoach Duda hat in den vergangenen Monaten sehr viel richtig gemacht. So zeigte seine Mannschaft auch gegen Babelsberg, dass sie körperlich in einer sehr guten Verfassung ist, bei Erfordernis geduldig agiert und immer wieder spielerische Lösungen findet. „Wie wir die zweite Halbzeit gestaltet haben, war großartig. Die Mannschaft konnte noch zusetzen. Das Gegentor hat meine Mannschaft geärgert. Doch wir wollen auch die Kirche im Dorf lassen“, bezeichnete Duda die aktuelle Situation als „großartige Momentaufnahme“. Mit dem Gastspiel bei Chemie Leipzig habe sein Team ein „sehr forderndes und geiles Auswärtsspiel“ vor der Brust.

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