Vietnamesische Schätze im smac zu sehen

Archäologie Am 31. März beginnt die Ausstellung in Chemnitz

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Franziska Frenzel, Restauratorin am Landesamt für Archäologie, bei der Einrichtung einer Vitrine für die kommende Sonderausstellung im smac. Foto: Michael Chlebusch

Wer sich die Arbeit von Archäologen wie einen Abenteuerurlaub mit Staubpinsel und Indiana-Jones-Hut vorstellt, dem seien einmal folgende Zahlen ans Herz gelegt: Zwei 20-Tonner und einen Sattelschlepper brauchte es, um Anfang vergangener Woche eine kleine Kostprobe der Kulturschätze Vietnams vom nordrhein-westfälischen Herne in das Staatliche Museum für Archäologie Chemnitz (smac) zu transportieren.

Und auch das ikonische Plakatmotiv der kommenden Sonderausstellung hat es in sich. Das kleine Siegel, ein reich verzierter Drache mit Bodenplatte, bringt stattliche fünf Kilogramm auf die Waage - er ist aus massivem Gold. Es ist also im wörtlichen Sinne keine "leichte" Aufgabe, die die Ausstellungsgestalter im smac momentan haben, mit dem Auspacken, Zuordnen und Einbringen der Exponate in die Sonderausstellung "Schätze der Archäologie Vietnams". Zu sehen sein wird diese vom 31. März bis 20. August dieses Jahres. Bereits am 30. März wird sie feierlich von der Wissenschaftsministerin und dem vietnamesischen Botschafter eröffnet.

Bis dahin haben die Restauratorinnen des Landesamtes für Archäologie Sachsen zusammen mit vielen helfenden Händen noch einiges zu tun, um die Kulturschätze von groß und imposant bis klein und wunderbar filigran ins rechte Licht zu rücken. Am Ende werden 400 Exponate auf die Besucher warten und die Geschichte des Landes aus 30.000 Jahren präsentieren. Von der Steinzeit bis zum 20. Jahrhundert reicht die Spanne. Sie stammen unter anderem aus historisch bedeutsamen Fundplätzen, wie der hinduistischen Tempelstadt My Son und dem Kaiserpalast Thang Long (deutsch "Aufsteigender Drache") in Hanoi, die den Rang von Unesco Weltkulturerbe-Stätten besitzen.

Ein Großteil der Funde wird mit dieser Ausstellung, die zuvor Station in Herne machte, erstmals in Europa gezeigt.