Vogtländischer Held trauert um seinen Kommandanten

Raumfahrt Tausende Fans verfolgten Live-Schalte zu Astro-Alex

Morgenröthe-Rautenkranz. 

Morgenröthe-Rautenkranz. Es war die emotionalste Live-Schalte zwischen Erde und Weltall im Jahr 2018. Anlässlich des 40. Flugjubiläums von Kosmonaut Sigmund Jähn verfolgten am 26. August scharenweise Raumfahrt-Fans auf dem Gelände der Deutschen Raumfahrtausstellung das Gespräch zwischen dem Jubilar und ISS-Besatzungsmitglied Alexander Gerst. "Wir fliegen auf deinen Schultern ins All", grüßte "Astro-Alex" von der Internationalen Raumstation.

Alle schauten wie gebannt auf die Videowand. So manchem Besucher stand das Wasser in den Augen, erinnert sich Ausstellungsleiterin Romy Mothes. "Ein schöner Moment für die Ewigkeit." Rund 4000 Menschen wollten diesen besonderen Tag miterleben. Auch der Vogtländer, der als erster Deutscher im All in die Geschichte einging, schwelgte in Erinnerungen. Im August 1978 startete er mit einer Sojus-Rakete vom Weltraum-Bahnhof Baikonur mit seinem Kommandant Waleri Bykowski in den Weltraum. Nach dem erfolgreichen Start dockte die Besatzung an die Raumstation Saljut 6 an. Nun kam die Nachricht vom Tod Bykowskis. Sein langjähriger Freund aus dem Vogtland zeigte sich sehr betroffen, weiß die Ausstellungsleiterin. "Wir haben mit Sigmund telefoniert. Als er vom Tod Bykowskis erfuhr, hat er uns gleich angerufen."