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Westsachsen

Volkshochschule würdigt engagierte Lehrerin

Event "Gertrud Stern (1888 - 1977) - in Gedenken an eine engagierte Chemnitzerin"

Am Montag lädt die Volkshochschule zu einem Vortrag über "Gertrud Stern (1888 - 1977) - in Gedenken an eine engagierte Chemnitzerin" in den Tietz-Veranstaltungssaal ein. Im Vortrag des Historikers Jürgen Nitsche stehen ab 19 Uhr der Lebensweg Gertrud Sterns und die Geschichte der Volkshochschule Chemnitz im Mittelpunkt. Stern gehörte zu den Lehrenden an der Volkshochschule, die sich für Unterrichtsangebote gemäß dem Zeitgeist einsetzten. In der Zeit von 1922 bis 1933 hielt sie erfolgreich Vorträge zu verschiedenen Themen für "die Frau von heute": Kindererziehung ohne Gewalt, Perspektiven zur Sicherung des Lebensunterhalts für alleinerziehende Frauen und Rechte von Frauen. Die Volkshochschule wurde im März 1933 aufgelöst. Aufgrund ihres politischen Engagements geriet Gertrud Stern frühzeitig ins Visier der NS-Machthaber und befand sich deswegen von März bis November 1933 in "Schutzhaft". Als ehemalige Stadträtin wurde sie im Juli 1944 im Rahmen der "Aktion Gitter" erneut verhaftet und "entging mit knapper Not dem KZ", wie sie später schrieb. Die überzeugte Freidenkerin und Sozialdemokratin starb vor 43 Jahren in Karl-Marx-Stadt.

Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Aufgrund der begrenzten Plätze wird eine Anmeldung unter www.vhs-chemnitz.de oder 0371 488-4343 empfohlen.



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