„Vom Co k.o. geschossen“: Was CFC-Torjäger Marx vor dem Spiel Kopfschmerzen bereitete

Während CFC-Cheftrainer Duda von seinem Team schwärmt, sieht Rico Schmitt knallharten Verbesserungsbedarf nach einem „kopf- und zahnlosen“ Auftritt und der zweiten deutlichen Niederlage.

Chemnitz

Das war eine klare Ansage: Der Chemnitzer FC sorgte beim 3:1 (2:0)-Heimsieg gegen den FSV Zwickau für klarste Verhältnisse.

Vor 10.003 Zuschauern machte die Mannschaft von Cheftrainer Benjamin Duda schnell klar, dass sich die Zwickauer auf keinen Fall im himmelblauen Wohnzimmer häuslich einrichten dürfen, sondern maximal einen vorübergehenden Stehplatz an einer windigen Ecke erhalten.

Nach dem dritten Sieg im dritten Spiel steht der CFC weiter verlustpunktfrei an der Spitze der Fußball-Regionalliga Nordost.

CFC-Trainer sieht „beste Halbzeit, seit ich hier bin“

Duda sprach nach der Begegnung von einem bärenstarken Auftritt seiner Männer und griff in der Bewertung sogar noch ein Regalfach höher. „Das war die beste erste Halbzeit, seit ich hier in Chemnitz bin“.

Allerdings müssen sich die CFC-Akteure einen kleinen Vorwurf gefallen lassen. Bis zur Pause hätten sie noch deutlicher führen müssen. Chancen waren genügen vorhanden. Zudem packte der Zwickauer Torwart Lucas Hiemann immer wieder zu.

„Absoluter Erfolgsschlüssel war heute unsere Restverteidigung und Konterabsicherung. Wir haben es verstanden, den Gegner zu zermürben. Wir haben eine erwachsene und reife Leistung erbracht und waren ständig aktiv“, analysierte Duda.

Schmitt mit schonungsloser Analyse

Sein gegenüber Rico Schmitt sprach aus seiner Sicht Klartext. „Chemnitz hat uns von der ersten Minute gezeigt, wie Derby geht. Der Gegner war giftig, gallig, griffig, hart in den Zweikämpfen und ist jedem Ball hinterhergerannt.

Es war hingegen von meiner Mannschaft eine ganz, ganz schwache Leistung“, fasste er zusammen. FSV-Sportdirektor Robin Lenk war ebenfalls satt. „Das tut sehr weh, dass zweite Spiel in Folge so zu verlieren. Unser Auftritt war kopf- und zahnlos. Darüber müssen wir schleunigst reden“, kündigte er an.

Deshalb sprintete Marx zu Niklas Hoheneder

Während sich der Stimmungspegel in der Zwickauer Kabine den aktuell extrem niedrigen Wasserständen der Flüsse anglich, herrschte bei den Himmelblauen Feierlaune. Jonas Marx hatte diese Situation konkret beeinflusst, in dem er per Kopf seinen vierten Saisontreffer markierte und damit zum zwischenzeitlichen 2:0 traf. Kaum war das Spielgerät im Netz, setzte der Offensivspieler zum Sprint Richtung Co-Trainer Niklas Hoheneder an.

Das hatte einen bestimmten Grund „Ich habe Jonas im Abschlusstraining k.o. geschossen“, gab der Österreicher zu. Marx bestätigte den Vorfall. „Ich habe den Ball an den Kopf bekommen und hatte über Nacht ein paar Kopfschmerzen. Aber früh ging es wieder“, lachte Marx, dass er gerade nach dieser Aktion mit diesen Körperteil traf.

Aus seiner Sicht habe der CFC gegen Zwickau von Beginn an dominiert. „Es war eine souveräne Leistung, wir waren gut vorbereitet“, meinte der 21-Jährige, der aber auch Realist blieb.

„Bei entsprechender Chancenverwertung hätten wir dem Gegner schon eher den Stecker ziehen können“, lautete seine treffende Einschätzung.

Neuer Kapitän ist stolz auf die Fans

Andreas Geipl bewertete das Tor von „Marxer“ kurz vor der Halbzeit als „goldwerten Treffer“. „Die Stimmung war sensationell. Ich bin froh, dass wir solche Fans haben, Es geht nur zusammen“, sagte der CFC-Kapitän.


Habt ihr eine Meinung zu diesem Artikel oder einen Fehler entdeckt? Dann weist uns gern darauf hin.

Auch interessant für dich