Vom guten Sitzen bis zur Rückenmassage

Vorgestellt Die Ausbildung zum Polsterer

Gemütlich auf die Couch fallen, individuell verstellbare Sitz- und Liegeplätze genießen, aus der Relax-Position des Fernsehsessels die Fußball-EM miterleben oder auf einer rückengesunden Matratze schlafen: Für diese Annehmlichkeiten arbeiten Polsterer und Polsterinnen.

In dem Ausbildungsberuf sind die handwerklich geprägten arbeitsintensiven Polsterarbeiten zurückgegangen: Gestelle, Formteile und Zubehör werden heute in der Regel nicht mehr selbst in den Unternehmen gefertigt, sondern von Lieferanten bezogen. Das Vorpolstern und Beziehen der Polstermöbel und Matratzen stellt heute die Haupttätigkeit von Polsterern und Polsterinnen dar. Dabei werden überwiegend Schaumstoffe eingesetzt. Natürliche Füllmaterialien, wie z. B. Afrik, das aus den Blättern der afrikanischen Zwergpalme gewonnen wird, findet man nur noch bei Spezialaufträgen oder beim Instandsetzen alter Polstermöbel.

Teil der Ausbildung sind zudem der Einbau vielfältiger technischer Elemente sowie Umweltschutzaspekte. In die Ausbildung wird ferner das Entwickeln und Anfertigen von Prototypen aufgenommen, um die Einsatzmöglichkeiten der Fachkräfte zu erweitern.

Polsterer und Polsterinnen arbeiten hauptsächlich in Unternehmen der Polstermöbelindustrie, zum Teil auch in der handwerklichen Polstermöbelherstellung und in Unternehmen der Raumausstattung und Matratzenherstellung.

Da viele Beschäftigte in den nächsten Jahren in den Ruhestand gehen, werden dringend junge qualifizierte Fachkräfte in den Unternehmen benötigt. Somit sind die Aussichten auf eine dauerhafte Übernahme und Beschäftigung gut. Im Anschluss an die Ausbildung stehen verschiedene Aufstiegs- und Weiterbildungswege offen, so zum Beispiel zum/zur Geprüfte/-n Industriemeister/-in - Fachrichtung Polsterei. bibb